Panerai Luminor 1950 Marina PAM 00312
(Z) Zeiteisen Review: Officine Panerai Luminor 1950 Marina 3 Days Automatic
20/08/10 14:04
Zeiteisen Review: Panerai Luminor 1950 Marina 3 Days (PAM 312)

Einleitung:
Vielfach wird die Marke noch immer als gehyptes Modelabel betrachtet.
In Anbetracht der historischen Entwicklung dieses Herstellers und den Veränderungen unter den Fittichen des Richemont-Konzerns mauserte sich Panerai allerdings zu einem ernstzunehmenden Produzenten sehr hochwertiger Uhren mit mehr als ansprechender Technik und hervorragendem, eigenständigem Design.
Dass Panerai zudem eine interessante Uhrenhistorie aufzuweisen hat (wenn auch im militärischen Bereich), entgeht scheinbar vielen Kritikern.
Nicht nur, dass dieser Hersteller schon Mitte der 1930er Jahre mit die ersten einsatzfähigen Taucheruhren (für die italienische Marine) entwickelte (ursprünglich beschäftigte sich das 1860 gegegründete Familienunternehmen mit Sitz in Florenz mit der Herstellung von nautischen Instrumenten), die sich in vielen Einsätzen in den darauf folgenden Kriegsjahren bewähren mussten (und das auch mit Bravour meisterten), auch innovative Gehäuseverschlüsse, wie der legendäre Kronenverschluss mittels Bügel, der Einsatz hochwirksamer Leuchtmittel und eine praktisch nicht zu überbietende Ablesbarkeit sind Merkmale dieses Herstellers.
(Bilder zu diesem Review in hoher Auflösung finden Sie in der Galerie)
Das Gehäuse:




In seinen Grundzügen basiert dieses Kissengehäuse noch immer auf den Prototypen aus den 30er Jahren des vorigen Jahrhunderts.
Selbst der Kronenverschluss findet sich schon in Modellen aus den frühen 1940er Jahren und verhalf den Uhren schon damals zu einer Druckfestigkeit von 20 ATM.
Gerade dieser „Bügelverschluss“ ist eine sehr segensreiche (und markentypische) Einrichtung, die mehrere Vorteile kombiniert.
Einerseits garantiert dieses Verschlusssystem eine hohe Sicherheit gegen das Eindringen von Wasser, andererseits ist eine Fehlbedienung nahezu ausgeschlossen und es kann kein Gewinde (wie bei einer verschraubten Krone) beschädigt werden. Die Dauerhaltbarkeit und Sicherheit ist so noch über der einer Schraubkrone anzusetzen.
Durch die einfache Betätigung ist es auch ein Leichtes, die Uhr aufzuziehen oder die Uhrzeit zu stellen. Kein Gefummel, kein Geschraube, einfach den Hebel öffnen und die griffige Krone entsprechend betätigen.
Die Krone selbst erinnert eher an ein Zahnrad. Sehr flach, aber mit stattlichem Durchmesser gesegnet, der eine Bedienung in Verbindung mit der starken Riffelung ausgesprochen erleichtert. Der Bügelverschluss selbst lässt sich sehr leicht betätigen- es ist also keinerlei übermäßiger Kraftaufwand notwendig.
Das 44x15mm große Gehäuse besteht aus typischem 316er Stahl. Der Mittelteil ist gebürstet und bildet so einen schönen Kontrast zur polierten Lünette und dem ebenfalls polierten, mit einem Saphirglasfenster versehenen, verschraubten Gehäuseboden.
Die Verarbeitung entspricht der Preisklasse.
Obwohl diese Panerai durchaus (im historischen Rückblick) als Taucheruhr gelten darf, verfügt sie über keine drehbare Lünette mit Minuteneinteilung. Das mindert ihre tatsächliche Verwendbarkeit entsprechend, offeriert aber andererseits einen sehr schönen, homogenen Gesamteindruck.
Letztlich basiert das Design auf einem bald 80 Jahre alten, bewährten Konzept.
Nach oben hin wird das Gehäuse von einem 2,6mm starken, leicht gewölbtem und einseitig enstspiegeltem Saphirglas abgedeckt.
Durch die große, bombierte Glasfläche und der fehlenden äusseren Entspiegelungsschicht kommt es bei manchen Lichtsituationen allerdings zu Spiegelungen, die dann das Ablesen entsprechend erschweren.
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Einleitung:
Vielfach wird die Marke noch immer als gehyptes Modelabel betrachtet.
In Anbetracht der historischen Entwicklung dieses Herstellers und den Veränderungen unter den Fittichen des Richemont-Konzerns mauserte sich Panerai allerdings zu einem ernstzunehmenden Produzenten sehr hochwertiger Uhren mit mehr als ansprechender Technik und hervorragendem, eigenständigem Design.
Dass Panerai zudem eine interessante Uhrenhistorie aufzuweisen hat (wenn auch im militärischen Bereich), entgeht scheinbar vielen Kritikern.
Nicht nur, dass dieser Hersteller schon Mitte der 1930er Jahre mit die ersten einsatzfähigen Taucheruhren (für die italienische Marine) entwickelte (ursprünglich beschäftigte sich das 1860 gegegründete Familienunternehmen mit Sitz in Florenz mit der Herstellung von nautischen Instrumenten), die sich in vielen Einsätzen in den darauf folgenden Kriegsjahren bewähren mussten (und das auch mit Bravour meisterten), auch innovative Gehäuseverschlüsse, wie der legendäre Kronenverschluss mittels Bügel, der Einsatz hochwirksamer Leuchtmittel und eine praktisch nicht zu überbietende Ablesbarkeit sind Merkmale dieses Herstellers.
(Bilder zu diesem Review in hoher Auflösung finden Sie in der Galerie)
Das Gehäuse:




In seinen Grundzügen basiert dieses Kissengehäuse noch immer auf den Prototypen aus den 30er Jahren des vorigen Jahrhunderts.
Selbst der Kronenverschluss findet sich schon in Modellen aus den frühen 1940er Jahren und verhalf den Uhren schon damals zu einer Druckfestigkeit von 20 ATM.
Gerade dieser „Bügelverschluss“ ist eine sehr segensreiche (und markentypische) Einrichtung, die mehrere Vorteile kombiniert.
Einerseits garantiert dieses Verschlusssystem eine hohe Sicherheit gegen das Eindringen von Wasser, andererseits ist eine Fehlbedienung nahezu ausgeschlossen und es kann kein Gewinde (wie bei einer verschraubten Krone) beschädigt werden. Die Dauerhaltbarkeit und Sicherheit ist so noch über der einer Schraubkrone anzusetzen.
Durch die einfache Betätigung ist es auch ein Leichtes, die Uhr aufzuziehen oder die Uhrzeit zu stellen. Kein Gefummel, kein Geschraube, einfach den Hebel öffnen und die griffige Krone entsprechend betätigen.
Die Krone selbst erinnert eher an ein Zahnrad. Sehr flach, aber mit stattlichem Durchmesser gesegnet, der eine Bedienung in Verbindung mit der starken Riffelung ausgesprochen erleichtert. Der Bügelverschluss selbst lässt sich sehr leicht betätigen- es ist also keinerlei übermäßiger Kraftaufwand notwendig.
Das 44x15mm große Gehäuse besteht aus typischem 316er Stahl. Der Mittelteil ist gebürstet und bildet so einen schönen Kontrast zur polierten Lünette und dem ebenfalls polierten, mit einem Saphirglasfenster versehenen, verschraubten Gehäuseboden.
Die Verarbeitung entspricht der Preisklasse.
Obwohl diese Panerai durchaus (im historischen Rückblick) als Taucheruhr gelten darf, verfügt sie über keine drehbare Lünette mit Minuteneinteilung. Das mindert ihre tatsächliche Verwendbarkeit entsprechend, offeriert aber andererseits einen sehr schönen, homogenen Gesamteindruck.
Letztlich basiert das Design auf einem bald 80 Jahre alten, bewährten Konzept.
Nach oben hin wird das Gehäuse von einem 2,6mm starken, leicht gewölbtem und einseitig enstspiegeltem Saphirglas abgedeckt.
Durch die große, bombierte Glasfläche und der fehlenden äusseren Entspiegelungsschicht kommt es bei manchen Lichtsituationen allerdings zu Spiegelungen, die dann das Ablesen entsprechend erschweren.
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