Omega Seamaster PloProf
(Z) Zeiteisen Review: Omega Seamaster PloProf
29/04/11 13:30


Einleitung:
2009 wurde die Neuauflage der legendären Seamaster 600 von 1970 präsentiert. Das weckte natürlich entsprechende Erwartungen.
Die historische Version war eine der ganz wenigen Taucheruhren der Geschichte, die ausschließlich für den Taucheinsatz konzipiert wurden. Eine der obersten Prioritäten war dabei die Möglichkeit des Einsatzes beim Sättigungstauchen.
Die Entwickler lösten dieses Problem denkbar elegant mit einem einteiligen Monocoque-Gehäuse mit einer sehr eigenwilligen Kronenkonstruktion. Auf diese Weise wurde ein gasdichtes Gehäuse erreicht, das Eindringen von Helium also unterbunden. Zu diesem Zeitpunkt eine absolute Novität- und eine hohe konstruktive und fertigungstechnische Herausforderung. Das Kaliber 1002 bildete die werktechnische Ausstattung.
Ein weiteres herausstechendes Merkmal war die beidseitig drehbare Lünette mit der markanten Verriegelung/Entsperrung mittels Druckknopf.
So ausgestattet, eroberte sich dieses Modell die Gunst der professionellen Taucher, begünstigt auch durch die Zusammenarbeit Omegas mit Comex.
Die nahezu ausschließliche Verwendung dieses Modells durch Berufstaucher führte letztlich zum Spitznamen „PloProf“ (abgek. für Plongeur Professionel).
Mit einer garantierten Druckfestigkeit bis 600m Wassertiefe (was eher tiefgestapelt war), der gasdichten Konstruktion, perfekter Ablesbarkeit durch den markanten Minutenzeiger und der mit Leuchtziffern versehenen Lünette wurde sie diesem Anspruch auch gerecht.
Dieses schwere Erbe tritt nun die Seamaster PloProf 1200 M an.
Eines vorweg: Der Spagat zwischen Modernisierung und Erhalt der Eigenschaften des Vorläufers ist nur teilweise gelungen.
Allerdings ist dieser Testbericht kein Vergleichstest „alt vs. neu“, sondern er behandelt ausschließlich das neue Modell.
Ich nehme mir jedoch die Freiheit heraus, auf diverse Unterschiede in der Konstruktion am Rande einzugehen.
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