Baume & Mercier Capeland Flyback Chrono
(Z) Zeiteisen Review: Baume & Mercier Capeland Flyback Chrono
10/12/11 19:15


(Bilder in hoher Auflösung zum Review finden sie hier)
Zeiteisen Review: Baume & Mercier Capeland Flyback Chronograph
Einleitung:
Vor nicht all zu langer Zeit schrieb ein österreichischer Journalistenkollege „Baume & Mercier wurde heuer quasi neu erfunden...“.
Ganz so würde ich es nicht ausdrücken. Der Hersteller war und ist für seine hochwertigen Uhren bekannt. Wenn auch durch manche Krise gebeutelt und verschiedene Wirren durchlaufend, so hat sich BM doch wacker gehalten. Eingebettet in die Richemont-Gruppe steht heute wieder ein Budget zur Verfügung, das auch extravagante Konstruktionen erlaubt und das Qualitätsniveau auf ein Level hebt, das der Marke gerecht wird.
Noch werden vorwiegend Uhrwerke von ETA verwendet, wenngleich auch schon ein Chronograph mit dem berühmten Chronographenkaliber aus der 750er-Serie von Jaeger-LeCoultre mit an Bord ist.
Die Testuhr verwendet ein La Joux-Perret 8147-2, das auf dem ETA Valjoux 7753 basiert.
Die in diesem Jahr in Genf vorgestellten Modelle aus der Capeland-Kollektion gehören zu den absoluten Topsellern der Marke, was in Anbetracht des tollen Designs der Uhren kein Wunder ist.
Der Capeland Flyback Chronograph ist eine der schönsten Interpretationen
eines historischen Themas am Markt. Das Zusammenspiel aus Verarbeitungsqualität, Design und bewährtem Uhrwerk ergeben eine ausnehmend schöne, alltagstaugliche Uhr.




Gehäuse:
Das rund 44 x 16,5mm messende, runde Edelstahlgehäuse ist sehr schön ausgeführt. Die zeitgemäße Größe verleiht der Uhr gegenüber den historischen Vorbildern eine eigenständige Optik. Das Mittelteil läuft in relativ kurzen Hörnern aus, die sowohl das Band, als auch die Befestigungspunkte für den Boden aufnehmen, der mit 4 Schrauben an den Hörnern befestigt ist.
Die Flanken des Gehäuses sind fein gebürstet, Lünette, Boden und Hörner poliert. Im Zusammenspiel mit dem hochgewölbten, entspiegelten Saphirglas ergibt sich ein sehr wertiger Eindruck der Uhr.
Der Boden verfügt über ein großes Saphirglasfenster, das den Blick auf das Uhrwerk nicht nur vollständig freigibt, sondern sogar „lupenartig“ geschliffen ist- das Werk also etwas vergrößert darstellt.
Mit einer Druckfestigkeit von 5 bar ist die Uhr im Alltag ausreichend geschützt.
Die Bedienung der großen, unverschraubten Krone ist ohne Fehl und Tadel- und sogar die pilzförmigen Drücker lassen sich -in Anbetracht des üblicherweise doch widerspenstigen Werkes- sehr angenehm bedienen. Exakte Druckpunkte und ein schön dosierter Widerstand versüßen den Umgang mit der Uhr.
Zifferblatt/Zeiger:
Über einem weiß lackierten Zifferblatt ziehen gebläute Breguet-Zeiger ihre Runden. Auf applizierte Indizes wird vollständig verzichtet, im Gegenzug zieren das Zifferblatt mehrere aufgedruckte Skalen, wie Telemeter oder Tachymeter. Der Druck könnte insgesamt etwas feiner sein, fällt aber nicht wirklich negativ auf.
Durch die zweifarbige Aufteilung der Skalierung, schwarz für die äusseren, blau für die inneren, ergibt sich eine schöne Abstufung.
Trotz der vielfältigen Aufdrucke ist die Ablesbarkeit der Uhr bei Tageslicht gut. Mangels Leuchtmasse ist man des Nachts auf eine externe Beleuchtung angewiesen.
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