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(H)(Z) Videos zu Seiko Technologien und Uhrwerken

Sehr geehrter Leser,

anbei finden Sie Videos zu verschiedenen Seiko Uhrenmodellen und Technologien. Zum Abspielen klicken Sie bitte auf das Vorschaubild.
(Alle Videos copyright by Seiko)


Video zur Entwicklung und Funktionsweise der Seiko Spring Drive - Technologie

Bildschirmfoto 2011-12-20 um 16.13.26


Video zur Seiko Credor Minute Repeater

Bildschirmfoto 2011-12-20 um 16.11.30


Video zum Grand Seiko Kaliber 9S64

Bildschirmfoto 2011-12-20 um 16.16.59


Video zur Grand Seiko High Beat

Bildschirmfoto 2011-12-20 um 16.00.09


Video zu verschiedenen Hemmungs-Frequenzen von Seiko

Bildschirmfoto 2011-12-20 um 16.01.18


Das Seiko Aufzugssystem (Magic Lever)

Bildschirmfoto 2011-12-20 um 16.01.30


Der Grand Seiko SpringDrive Chronograph

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(Z) Seiko Spring Drive - Die unverstandene Revolution

Seiko Spring Drive
- Die unverstandene Revolution (oder die Erfindung des perfekten Uhrwerks) -

SD ChronographMeisteruhrmacher_Mamoru_sakurada

Seit Jahrhunderten beherrscht die Schweizer Ankerhemmung den Ablauf von mechanischen Uhrwerken.

Beschäftigt man sich mit der Funktionsweise dieser Hemmungsart näher, so stellt sich dem Interessierten die Frage, wie in aller Welt so eine primitive, jeder mechanischen Denkweise beinahe abartig erscheinende Konstruktion so lange das Maß der Dinge sein kann.

Nicht nur die Funktion an sich stellt einen Widerspruch zum gleichmäßigen Steuern eines Uhrwerks dar, sondern auch die unmittelbaren Folgen des mechanischen Ablaufs sind das genaue Gegenteil dessen, was man gemeinhin unter dem Spruch „läuft wie geschmiert“ versteht.

Mancher Leser wird nun verwundert den Kopf schütteln- und diese Einleitung eher der „Journalistischen Freiheit“, als einem technischen Gedanken zuordnen, gar mancher wittert wahrscheinlich schon ein Sakrileg.

Doch genau das Gegenteil ist der Fall.

Betrachten wir einmal die prinzipielle Funktionsweise eines Uhrwerkes:

Eine vorgespannte Feder überträgt die in ihr gespeicherte Energie auf ein Räderwerk. Dieses Räderwerk treibt die Zeiger an- ist also unmittelbar für die optische Darstellung der Zeit zuständig.
Um ein sofortiges Ablaufen der Feder zu verhindern, muss man den Antrieb bremsen. Zu diesem Zweck wurde vor Jahrhunderten bereits die Ankerhemmung erfunden, deren aktuellste Version die Schweizer Ankerhemmung ist.

Die Funktionsweise dieser Baugruppe ist denkbar einfach.

Ankerhemmung

Am Ende des Räderwerks befindet sich das Ankerrad. In die Zähne (die auch als Impulsgeber für die Unruh dienen) dieses Ankerrades greifen die Paletten (kurze Rubinstifte) ein, die an einem mechanischem Schalter, dem „Anker“ montiert sind. Dieses tatsächlich ankerförmige Bauteil, dessen Zacken (Paletten) jedoch nicht nach oben, sondern unten zeigen, ist mit der Unruh (jeweils beim Umkehren der Drehrichtung kurzzeitig durch Eingreifen des Hebesteines in der Ankergabel) verbunden. Die Unruh ist ein Drehpendel (ein Metallring, der auf einer Achse gelagert in beide Richtungen schwingt). Die Dauer der Pendelbewegung ist für die Steuerung zuständig. Bei jeder Halbschwingung (also einer Bewegung im- oder gegen den Uhrzeigersinn) wird der Anker in seiner Position verändert und gibt so jeweils für Sekundenbruchteile das Ankerrad frei, um unmittelbar darauf wieder die Paletten in das Ankerrad zu schlagen. Daher kommt das typische „Tick Tack“.

Die Abstimmung der Hemmung ist eine der kompliziertesten mechanischen Herausforderungen, die es gibt. Denn nicht nur die genaueste Abstimmung von Spirale auf den Unruhreif muss berücksichtigt werden, sondern auch der Einfluss der Schwerkraft und die variable Masseträgheit durch Temperaturänderungen.

Wurden die Hausaufgaben entsprechend erledigt, erhält man ein funktionsfähiges, mechanisches Uhrwerk.

Leider hat diese Konstruktion mehrere enorme Nachteile:

1)
Die Schmierung der sich schnell bewegenden Hemmungsbauteile muss über lange Zeit gewährleistet sein, um überhaupt einen „reibungsarmen“ Lauf zu ermöglichen.
Das setzt der Unruhfrequenz sehr enge Grenzen- im Alltagsbetrieb sind 5Hz das vertretbare Maximum. Höhere Frequenzen führen im Dauerlauf zum Abschleudern des Öls- und somit blockiert innerhalb kürzester Zeit das Uhrwerk.

Eine andere Möglichkeit besteht darin, auch weitgehend ölfreie Hemmungen zu entwickeln, deren Bestandteile sehr geringe Reibung aufweisen, wie Silizium und Diamant. Dadurch verteuert sich die Produktion allerdings erheblich, weshalb das nur sehr wenige Hersteller überhaupt in Betracht ziehen, oder tatsächlich verwenden. So können auch höhere Frequenzen verwirklicht werden.

2)
Der größte Nachteil besteht aber in der mechanischen Belastung des gesamten Uhrwerks.

Wie soll man sich das nun vorstellen?

Das möchte ich mit einem anschaulichen Vergleich aus dem Alltag darstellen:

Nehmen wir an, wir sollen mit einem Auto eine konstante Geschwindigkeit einhalten.
Das Auto hat jedoch kein Gaspedal, sondern läuft zwangsläufig mit maximaler Motorkraft. Ebenso fehlt eine Kupplung- und die Bremse ermöglicht ausschließlich das Blockieren der Räder.

Wir fahren also mit diesem fiktiven Auto (mit Vollgas) los. Um eine (relativ) konstante Geschwindigkeit von 20 km/h zu erreichen, lassen wir es bis 40 km/h beschleunigen. Dann steigen wir (ohne auszukuppeln) auf die Bremse und blockieren den unter Volllast stehenden Antrieb bis zum Stillstand. Unmittelbar nach dem Stillstand lösen wir die Bremse und beschleunigen wieder unter Volllast........diesen Vorgang wiederholen wir mehrfach pro Sekunde.......

Das wäre exakt die Funktionsweise einer Ankerhemmung. Das Blockieren eines unter Last stehenden Getriebes, die unmittelbare Freigabe desselben und wieder das vollständige und abrupte Blockieren..... So wird der relativ konstante Lauf eines Uhrwerks erreicht.


Wie selbst einem Laien sofort klar wird, kann so eine „Fahrweise“ einer Mechanik nicht zuträglich sein. Vom Motor (Federhaus) bis zu den Bremsen (Hemmung) tritt zwangsläufig massiver Verschleiss auf.

Übertragen auf die Uhr bedeutet das, dass sich das Zahnspiel ständig (wenn auch lange Zeit unmerklich) und auch das Lagerspiel in den Rubinlagern der Achsen durch die ständige Wechselbelastung vergrößert. Der dabei entstehende, mikroskopisch kleine Abrieb lagert sich im Laufe der Zeit in den Schmiermitteln des Werkes ein- und verwandelt es auf lange Sicht sozusagen in ein Poliermittel, was den Verschleiss weiter steigert.

Wird ein solches Uhrwerk nicht regelmäßig gewartet, ist der Austausch von Bauteilen vorprogrammiert. Reinigung und Ölen sind daher oberste Pflicht.

3)
Abgesehen von der bedenklichen Wirkungsweise einer Ankerhemmung kommen noch physikalische Probleme hinzu, die sich in einem unterschiedlichen Lauf durch Lageabhängigkeit und Temperaturabhängigkeit äussern.

Durch die Wirkung der Schwerkraft und der unterschiedlichen Masseträgheit durch Ausdehnen oder Zusammenziehen des Unruhreifs wird der Ablauf der Pendelbewegung der Unruh beeinflusst.
Mittels verschiedenster Metalllegierungen kann man zwar die Temperaturabhängigkeit weitgehend eliminieren, die Einflüsse der Schwerkraft lassen sich wirkungsvoll jedoch nur durch Verwendung eines Tourbillons weitgehend beseitigen. Solche Konstruktionen bewegen sich allerdings in Preisregionen von 5 bis 6stelligen Eurobeträgen.
Erschwerend kommen noch die Einflüsse der Materialermüdung der Spirale oder eine eventuelle Magnetisierung derselben hinzu.

Zudem hat die ungleichmäßige Kraftentfaltung der Aufzugsfeder einen bedeutenden Einfluss auf das Laufverhalten.

4)
Ein weiterer Schwachpunkt ist die mangelnde Regulierbarkeit. Ist das Uhrwerk fertig einreguliert und eingeschalt, lässt sich der (sich laufend verändernde Gang) ausschließlich durch Öffnen der Uhr von einem Fachmann regulieren. Das geschieht entweder durch Änderung der Länge der Unruhspirale, oder durch Änderung der wirksamen Masse durch Gewichtsschrauben der Unruh.


5)
Die Hemmung bedingt zwangsläufig eine ruckartige (je nach Unruhfrequenz mehr oder weniger auffällige) Darstellung der Zeitanzeige . Denn bei jedem Stoppen des Uhrwerks stehen zwangsläufig auch die Zeiger still. Gerade bei Uhren mit Zentralsekunde oder bei Chronographen ist dieser „zittrige“ Lauf des Sekundenzeigers gut sichtbar.



Obige Nachteile sind in der gesamten Uhrenindustrie kein Geheimnis, und praktisch jede Manufaktur versucht seit Jahrzehnten, eine sinnvolle Lösung dieses Problems zu finden.

Leider zeigt sich auch hier wieder, dass der Blick über den Tellerrand nicht unbedingt Konstrukteuren von Uhren zu eigen ist.

Anstatt neue Lösungsansätze zu suchen, werden bekannte Lösungen bis zum Exzess verfeinert, komplizierter, wartungsärmer usw. gestaltet, was oft Unsummen an Entwicklungs- und Fertigungskosten verschlingt, jedoch die Probleme im Kern nicht beseitigt. Alles dreht sich letztlich um die Perfektionierung der Ankerhemmung.



So, nachdem wir uns über die Eigenheiten einer Ankerhemmung ausführlich gewundert haben, komme ich zum eigentlichen Hauptdarsteller dieses Artikels- dem Seiko Spring Drive- Antrieb.


Auch Seiko gehört zu jenen Manufakturen, die Lösungsansätze für bekannte Probleme suchen. Im Unterschied zu europäischen Herstellern ist Seiko jedoch mutig genug, auch alternative Möglichkeiten zu suchen und auszuprobieren.

Es war das Jahr 1977, als ein Ingenieur der Seiko Suwa Werke die geniale Idee hatte, ein mechanisches Uhrwerk zu entwickeln, das auf die herkömmliche Ankerhemmung verzichten konnte. Er wollte ein „immerwährendes Uhrwerk“ schaffen, womit sowohl eine „fließende“ Zeitanzeige, als auch eine „verschleissfreie“ Funktion gemeint waren.

Dieses Ziel war mit herkömmlichen Hemmungssystemen nicht zu erreichen. Die Quarztechnologie war zu diesem Zeitpunkt bereits sehr ausgereift, weshalb eine Verbindung von Mechanik und der Steuerung durch einen Quarzkristall naheliegend erschien.

Allerdings bringt ein Quarz nicht viel, wenn man ein mechanisches Getriebe steuern will, das zudem auch keine anfälligen Komponenten, wie Akkus oder Kondensatoren enthalten soll.

So dauerte es bis 1999 (und benötigte über 600 Prototypen) bis eine nahezu perfekte Lösung des Problems gefunden und serienreif entwickelt werden konnte.

Aufbau eines Seiko Spring Drive Werkes

Das erste Problem bestand darin, die Energie des Federhauses in eine elektrische Energie zu wandeln, die notwendigerweise zur Ansteuerung des Quarzkristalls und einer Steuerschaltung notwendig ist.

Die Lösung war denkbar einfach- und gleichzeitig genial.

Anstelle der konventionellen Hemmung werden zwei Spulen verbaut, die direkt um einen rotierenden Magneten montiert sind.
Überträgt nun das Federhaus seine Energie auf das Räderwerk, wird der Magnet in Rotation versetzt. Durch seine Anordnung innerhalb der Spulen wird Strom erzeugt. Zwar nur eine äusserst geringe Menge, aber ausreichend, um die Steuerelemente zu versorgen.
Genau bedeutet das, dass 25 Nanowatt ausreichend sind, um alle Funktionen zu betreiben.

Das war gleichzeitig die zweite Herausforderung, nämlich Steuerungen zu entwickeln, die mit dieser unvorstellbar geringen Menge (etwa ein Hunderstel einer normalen Quarzuhr) funktionieren.

Nach Lösung dieser beiden Probleme blieb noch die Hemmung an sich. Strom konnte generiert werden, die Steuerung arbeitete. Doch was sollte die überhaupt steuern?

Auch hier lag die Lösung auf der Hand.

Anstelle des Unruhreifs einer Ankerhemmung dreht sich (ja- dreht) ein sogenanntes Gleitrad als letztes Glied des Räderwerks. Dieses ähnelt auf den ersten Blick einem konventionellen Unruhreif. Jedoch wird dieses Gleitrad nicht gestoppt, sondern mittels elektromagnetischem Impuls, der wiederum von den schon vorhandenen Spulen zur Stromerzeugung generiert wird, kontrolliert. Und zwar fortlaufend, bei jeder Umdrehung, also 8x pro Sekunde.
Dadurch wird nicht nur jede Lageabhängigkeit unterbunden, sondern auch gleichzeitig jeder andere Einfluss auf das Uhrwerk.

Regulierung Seiko Spring DriveRegulierung Seiko Spring Drive 2Regulierung Seiko Spring Drive 3

Da das Räderwerk absolut gleichmäßig, ohne jeden Lastwechsel ständig läuft, reduziert sich der mechanische Verschleiss gegen Null.

Die „Hemmung“ selbst arbeitet ebenfalls vollkommen verschleiss- und berührungsfrei.

Durch den gleichmäßigen Lauf des Räderwerks ohne jede Unterbrechung ist die Zeitanzeige vollkommen fließend und zudem bietet dieses Werk alles, was der Liebhaber hochwertiger Mechanik „braucht“.

Die Elektronik unterliegt keinerlei Alterung. Alle, bei herkömmlichen Quarzuhren vorhandenen, anfälligen Bauteile gibt es nicht.

Die Energieerzeugung geschieht zwangsgesteuert.

Die Genauigkeit der Uhr liegt offiziell bei +/-1 Sekunden pro Tag. Praktisch sind Abweichungen von 1 Sekunde/Monat eher die Regel- und zwar unabhängig davon, ob die Uhr am Handgelenk ist, am Uhrenbeweger oder einfach am Schreibtisch liegt.

Sollte also einer Uhr mit diesem Antrieb das gleiche Schicksal beschieden sein, wie der Maschine von Antikythera und in den Tiefen des Meeres versinken, dann in 2000 Jahren wieder gefunden werden, wäre die Wahrscheinlichkeit hoch, dass sie auf Anhieb funktionieren würde (so das Gehäuse standgehalten hätte).

Dass Seiko von dieser Technologie sehr angetan ist, beweist der Einsatz dieser Uhrwerke als Basis für die teuersten Modelllinien und den Aufbau mechanischer Komplikationen, wie einer Minutenrepetition, oder Chronographen der Extraklasse.

Video zur Credor Spring Drive Minute Repeater:

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Video zur Seiko Ananta Spring Drive Moon Phase




(Alle Videos copyright by Seiko)



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Hat man einmal den Lauf dieser Uhren bewundert, kann man sich kaum noch andere Antriebe vorstellen.

Selbst (oder gerade) als absoluter Mechanikfreak kommt man nicht umhin, hier den derzeitigen Gipfel der Entwicklung zu sehen.
Endlich werden alle bekannten Probleme der mechanischen Antriebe mit einem Schlag ausgeräumt- mit dem einzigen Nachteil, dass die Uhren nicht unbedingt billig sind (die Preise bewegen sich zwischen 3.000 und 300.000,- Euro).

Ich möchte noch anfügen, dass dieser Artikel keine „Beweihräucherung“ eines Herstellers ist, sondern vielmehr als Aufforderung zur Kreativität an die Entwicklungsabteilungen aller Manufakturen verstanden werden soll.

(Der Artikel entstand mit freundlicher Unterstützung durch Seiko Deutschland,
www.seiko.de)

Gesamtes Bildmaterial: copyright by Seiko

(H) Die Uhrmacherkunst von der Antike in die Neuzeit

Die Uhrmacherkunst von der Antike in die Neuzeit
(zur Verfügung gestellt von Omega)


Zeitmessung in der Antike und im Mittelalter

Die Länge des von der Sonne geworfenen Schattens war für die Menschen der Vorzeit und der Antike das einfachste und das in allen Kulturen genutzte Maß der Zeit. Kunstvolle monumentale
Sonnenuhren sind aus Ägypten, Israel, aus den Städten Griechenlands und dem Römischen Reich bekannt. Mitte des 15. Jahrhunderts führte das verstärkte Interesse an astronomischen und geographischen Problemen zur Anfertigung genauerer und verfeinerter Sonnenuhren, die auch die geographische Breite des jeweiligen Ortes berücksichtigen. In Nürnberg und bald auch in Augsburg wurden seit dem Anfang des 16. Jahrhunderts kleine tragbare Sonnenuhren gebaut. Sonnenuhren aus Silber, Bronze und Elfenbein wurden bis in das 19. Jahrhundert gefertigt – mit ihnen überprüfte man die Ganggenauigkeit der Räderuhren.

Kulturen, deren ökonomische Grundlage die Bewässerungswirtschaft war, mussten Maßeinheiten für die Verteilung des Wassers entwickeln. Wohl auch aus dieser Notwendigkeit entstanden die frühesten
Wasseruhren. In Ägypten, Mesopotamien und in China wurden einfache Zeitmesser gebaut, die die vergangene Zeit an der Menge des ausgelaufenen oder eingeflossenen Wassers angaben. Mindestens seit dem 4. Jh. v.Chr. waren ausgeklügelte, durch Wasserdruck angetriebene Automaten zur Zeitmessung bekannt. Wasseruhren waren in der gesamten hellenistischen und römischen Welt verbreitet.

Die Jüngste der einfachen Zeitmesser, die
Sanduhr ist erst im 15. Jahrhundert entstanden. Ihre Entwicklung geht mit der Möglichkeit, durchsichtiges Glas zu erzeugen, einher. Nürnberg und bald darauf auch Venedig wurden Zentren dieses Kunsthandwerkes. Zwei meist birnenförmige, kleine Glasgefäße stehen mit ihren engen Mündungen gegeneinander. Die Einschnürung diente dabei geradezu als Hemmung, weil sie ein schnelles Durchlaufen des Sandes verhinderte. An einer Skala konnte die Zeit nach der Menge des eingelaufenen Sandes abgelesen werden. Ärzte benutzten sie, um den Puls zu messen und im späten 15. und 16. Jahrhundert war sie in jedem Haus zu finden.

In der Antike und im Mittelalter maß auch das Feuer die Zeit während der Nacht. Diese wurde anhand des verbrannten Wachses einer Kerze bestimmt. Metallkügelchen wurden in regelmäßigen Abständen in die Kerze gedrückt, beim Niederbrennen fielen sie dann in ein Metallbecken und zeigten so die Stunden an. Bis in das späte 19. Jahrhundert blieben
Feueruhren, bei denen Fäden, schmale Tücher, Kerne und andere gleichmäßig brennende Stoffe in Brand gesetzt wurden, in China und Japan gebräuchlich. Als nächtlicher Zeitmesser diente vom 17. bis 19. Jahrhundert in Europa meist die Öluhr. An einer Skala am gläsernen Ölbehälter konnte entsprechend dem Absinken des Brennstoffes die vergangene Zeit recht zuverlässig abgelesen werden.


Die Entwicklung der modernen Zeitmessung

Im hohen Mittelalter setzte die Entwicklung der modernen Zeitmessung ein. Wahrscheinlich im 13. Jahrhundert wurde mit dem Bau der frühesten
Räderuhren der Grundstein für die Geschichte der Uhrmacherkunst bis in die Gegenwart gelegt. Die meisten dieser Räderuhren wurden von schweren Gewichten angetrieben, die an starken Seilen hingen und dadurch das erste Rad des Werkes in Bewegung setzten, das dann den Lauf der anderen Räder gewährleistete. Als Voraussetzung für den Bau der Räderuhren diente die Spindelhemmung – die älteste Form der Hemmung. Die Ganggenauigkeit dieser ersten Räderuhren war jedoch nicht besonders groß.

Die Verwendung der Zugfeder für den Antrieb von Räderuhren war die entscheidende Voraussetzung für den Bau von kleinen Uhren. Urkunden aus mehreren Städten Italiens sprechen schon seit 1488 von der Anfertigung kleiner federgetriebener Uhren. Die erste bekannte tragbare Uhr – das Nürnberger Ei (1509) - stammt von Peter Henlein (1480-1542), der in Nürnberg wirkte. In Frankreich wurde ab dem 16. Jahrhunderts Blois zum Zentrum für die Herstellung von kleinen Uhren.



Christian Huygens entwickelt das Pendel und revolutioniert die Zeitmessung

Nach der Entwicklung der Räderuhren war die Verwendung des Pendels als Gangregler der bedeutendste Fortschritt in der Technik der Zeitmessung vor dem 20. Jahrhundert. Obwohl die Pendeluhr vom Prinzip her schon durch Galilei und da Vinci entwickelt worden war, gelang dem holländischen Mathematiker, Astronomen, Juristen und Diplomaten Christian Huygens Ende des Jahres 1656 die Konstruktion einer Uhr mit einem Pendel als Gangregler. Zugleich entwickelte er einen Zeitmesser, der eine bisher nicht gekannte Ganggenauigkeit aufwies. Diese neue Methode wurde bald von französischen und englischen Uhrmacher übernommen. Die Zeit der modernen Großuhrmacherei hatte begonnen.

In den Jahren um 1665 suchte Huygens auch nach technischen Verbesserungen für kleinere Uhren, um deren Ganggenauigkeit zu erhöhen. Er fügte dem herkömmlichen Gangregler eine Spiralfeder an, durch die sie eigenschwingungsfähig wurden – er erfand die Unruh. Seine Erfindung wurde sofort von den englischen, französischen, niederländischen und Genfer Handwerkern übernommen.

Huygens Verbesserungen zur Zuverlässigkeit von Zeitmessern stellten aber auch die entscheidenden Voraussetzungen für die fast serienmäßige Herstellung von Uhren dar. Er leitete eine neue Epoche in der Geschichte der tragbaren Uhren ein, die zweieinhalb Jahrhunderte dauerte und erst mit der Einbindung der Elektronik in die Uhrmacherei ihr Ende fand.


Revolutionäre und weitreichende technische Entwicklungen nach 1665

Der Geistliche und Mathematiker Edward Barlow baute um 1686 ein Repetierwerk auch für Taschenuhren, was den Nutzen dieser Uhr entscheidend erhöhte. Im Jahr 1695 konzipierte Thomas Tompion die Zylinderhemmung, die 1725 von seinem Mitarbeiter und späteren Geschäftsnachfolger George Graham vervollkommnet wurde.

Der Tischler und autodidaktische Uhrmacher John Harrison (1693-1776) gilt als Erfinder des Bi-Metall. Er kompensierte die Temperaturabhängigkeit der Pendel durch ein Gitter aus zwei Arten von Metallstäben mit unterschiedlicher Wärmeausdehnung – Stahl und Messing.

Um 1717 führten der Engländer Henry Sully und der berühmte französische Uhrmacher Julien Le Roy die Ölsenkung ein. Es handelt sich dabei um eine kleine Vertiefung in die die Lager eingesetzt wurden – quasi ein Rückhaltebecken für das Öl. Im gleichen Jahr wurde von Jean-Baptiste Dutertre berichtet, er habe eine Taschenuhr gebaut, deren Unruhschwingungen selbst dann gleich blieben, wenn man die Uhr heftig schüttle – es handelt sich dabei um die früheste Form der Duplexhemmung (= eine Spezialhemmung).

John Harrison stellte 1735 seine erste Schiffstaugliche Uhr (Marinechronometer) mit hoher Ganggenauigkeit vor. Seine Uhren ermöglichten erstmals präzise mechanische Zeitmessungen und damit die genaue Bestimmung des Längengrades auf hoher See. Sein 1759 vorgestellter 4. Chronometer - heute unter dem Namen H4 bekannt – zeigte auf einer 81-tägigen Fahrt von England nach Jamaika und zurück nur eine Gangabweichung von 5 Sekunden.

1757 erfindet der Engländer Thomas Mudge die freie Ankerhemmung, die als Schweizer Ankerhemmung weltweit bekannt wurde und bis in die Gegenwart verwendet wird. Es handelt sich dabei um eine nach der Form des Ankerrades benannte Hemmung für tragbare Uhren.

Von dem in Neuenburg tätigen Abraham-Louis Perrelet (1729-1826) weiß man, dass er bereits vor 1780 Taschenuhren mit funktionstüchtigen Automatikaufzügen gebaut hat. Er hatte damals auch schon den später für den Aufzug automatischer Armbanduhren verwendeten Rotor in einer seiner Uhren benutzt. Der in der Schweiz geborene Abraham-Louis Breguet (1747-1823) hatte diesen Selbstaufzug so weit verbessert, dass er wirklich zufriedenstellend arbeitete. Breguet nannte diese Uhr „perpetuelle“ oder „ewig gehende“ Uhr. 1780 verkaufte er die erste „perpetuelle“ an den Herzog von Orléans.

Abraham-Louis Breguet ist einer jener Meisteruhrmacher, dessen Erfindungen bedeutend zur Verbesserungen von mechanischen Uhren beitragen. Dazu zählen die Erfindung der Minutenrepetition (1783), des Sperrschlüssels (1789), der „pare-chute“ Stoßsicherung (1790), der Breguet-Spirale (1795), des Tourbillon-Regulators (1795) der Subskriptionsuhr, einer Uhr mit einem Zeiger, für die ein Viertel des Preises anbezahlt werden musste (1797), der Hemmung mit konstanter Kraft (1798), der Tastuhr (1799), des Observatoriums-Chronometers (1820) des Schlüssellosen Aufzugs (1830) um nur einige zu nennen. Weltruhm erlangte Breguet mit der Entwicklung des Tourbillons im Jahr 1795. 1801 erhielt er dafür das Patent. Der Tourbillon-Gangregler ist ein System zur Kompensation von Gangfehlern und Schwankungen. Die gesamte Hemmung wird dabei auf einer beweglichen Drehscheibe (oder einem Drehgestell) angebracht. Diese Scheibe dreht sich in einer gegebenen Zeitspanne (jede Minute, alle vier Minuten etc.) einmal um die eigene Achse.
1838 präsentierte Louis Audemars seine erste Taschenuhr mit Kronenaufzug.Die anerkannt beste Konstruktion und deshalb bis heute verwendete Konstruktion allerdings stammt von Jean Adrien Philippe, dem Partner von Norbert Antoine de Patek (Patek Philippe). Mehrheitlich wird diese Erfindung dem Jahr 1842 zugewiesen. Erwiesen ist jedoch, dass Philippe erst rund zwanzig Jahre später, im Jahr 1861 ein Patent auf seinen Kronenaufzug bekam. Der Kronenaufzug ermöglichte es jetzt auch, besonders Flache Werke und damit auch dünnere Uhren zu bauen.

Die Entwicklung der Uhrmacherei in Europa

In den Jahren nach 1500 wurde Nürnberg für die Herstellung von Halsuhren berühmt. Aber erst die Jahrzehnte um 1600 galten in
Deutschland als die glanzvollste Zeit der deutschen Uhrmacherkunst, da diese auch vom Kaiser und vielen Fürsten gefördert wurde. Internationalen Ruhm erlangten die astronomischen Uhren, die von Johannes Keppler und Tycho de Brahe bei ihren Himmelsbeobachtungen benutzt wurden. In der Schweiz entwickelte sich die Region um Genf als erstes Zentrum der Uhrmacherkunst. Bereits 1601 wurde in Genf die erste Uhrmacherzunft gegründet. Im 18. Jahrhundert waren jedoch Paris und London die unbestrittenen Hochburgen der Uhrenproduktion. Technisch blieben bis in die 40-er Jahre des 18. Jahrhunderts die englischen Uhren führend. Ab der Mitte des Jahrhunderts begann jedoch der Ruhm der französischen Uhrmacher den aller anderen Länder zu überstrahlen.

Mitte des 18. Jahrhunderts wurde auch die Schweiz bei der Herstellung von Taschenuhren immer bedeutender – besonders Genf war berühmt für seine zuverlässigen Uhren, die billiger waren als die in Frankreich gebauten. Das höchste Ansehen in der Uhrmacherkunst erreichen die Schweizer Meister nach 1750, als die kleineren Manufakturen zusehends von fast industrieller Fertigung abgelöst wurden. Allein in Le Locle und La-Chaux-de-Fonds wurden 1756 15.000 Gold- und Silberuhren hergestellt. Während dieser Zeit (ab 1645) wurde der Gebrauch des Emails modern – französische und Genfer Künstler schmücken die Uhrengehäuse mit kunstvollen Emailmalereien. Die berühmtesten Emailmaler waren in Genf tätig.

Nach 1800 verloren die englischen Meister an Ansehen bei der Herstellung von Taschenuhren, konnten ihre Bedeutung jedoch im Bereich der Schiffs- und Taschenchronometer bis 1900 beibehalten. Zur gleichen Zeit – und im Folgenden bis in die Mitte des 20. Jahrhunderts – gelang es den Schweizer Uhrmachern, ihre Stellung weiter auszubauen; viele Firmen wurden gegründet. Die industrielle Uhrenfertigung in der Schweiz begann schrittweise in den 1850er Jahren, wurde dann aber zielstrebig uns sehr effektiv ausgebaut; neu entwickelte Maschinen ermöglichten eine genauere und billigere Massenherstellung der Taschenuhren. Diese Entwicklung verdrängte das handwerklich orientierte Verlagssystem. Als Folge waren 1870 in Genf 3.234, in Neuenburg 15.000 Personen in der Uhrenindustrie beschäftigt.

Ab 1845 gewann der Deutsche Uhrenbau vornehmlich durch Adolf Lange im sächsischen Glashütte neuen Ruhm. Als erster Uhrmacher benutzte Lange ausschließlich das metrische Maßsystem, baute Zehntelmaße und neuartige Mikrometer und legte so die Grundlagen für eine genauere, maßhaltige Herstellung der einzelnen Werkteile. Die ersten Taschenuhren mit Kronenaufzug wurden in Glashütte bereits ab 1850 gebaut. Die Gründung der Uhrmacherschule im Jahr 1878 unterstreicht die Bedeutung der Stadt für die Herstellung genauer und zuverlässiger Uhren.






Die Entwicklung der Armbanduhr

Getragen von der perfektionierten industriellen Massenproduktion hielt im 20. Jahrhundert der Zeitmesser für jedermann seinen Einzug, zunächst auch, später ausschließlich in Form der Armbanduhr. Die Existenz der Armbanduhr ist zur Selbstverständlichkeit geworden. Ihre Formen und Ausprägungen zeigen sie als typisches Produkt der modernen Industriegesellschaft.

Bei den an Armbändern befestigten Uhren aus der Zeit vor 1900 handelt es sich in aller Regel um Vorläufer der heutigen Armbanduhr in Form von Einzelstücken. Diese wurden meist auf Bestellung in ganz geringer Auflage gefertigt. Eine wesentliche Voraussetzung für die Entwicklung der tragbaren Uhren waren technische und handwerkliche Fortschritte, darunter die Erfindung der Zugfeder (im Frankreich des späten 15. Jahrhunderts), durch die erst tragbare Uhren produziert werden konnten. In Ermangelung präziser Chroniken muss bei der geschichtlichen Aufarbeitung der Uhren meist von „Jahrzehnten“ gesprochen werden.

Wirklich nachweisen lässt sich die Anfertigung einer Schmuckuhr fürs Handgelenk erst im Jahr 1790 durch eine entsprechende Eintragung in den Rechnungsbüchern der Genfer Uhrmacher Henri Louis Jaques-Droz und Jean Frédéric Leschot. Auch der französische Uhrmacher Nitot, der in seinem Atelier mit Schweizer Uhrmachern aus La Chaux-de-Fonds zusammenarbeitete, fertigte zwischen 1806 und 1814/15 für das Haus Napoleon Schmuckührchen an. 1812 lieferte das Haus Breguet eine Schmuckuhr für die Königin von Neapel; in den 30er Jahren des 19. Jahrhunderts folgten weitere Uhren fürs Handgelenk für die wohlhabenden Kunden. Weitere Aufzeichnungen über Armbanduhren findet man 1868 bei der Genfer Manufaktur Patek, Philippe & Co.

Die ersten vermutlich in größerer Serie gefertigten Armbanduhren fallen in die Zeit um 1880, als die Deutsche Kriegsmarine bei der Firma Constantin Girard-Perregaux an Armketten zu tragende Uhren für die Marine-Offiziere bestellte. Einschlägige Fachzeitschriften berichten ferner, dass in Luzern (Schweiz) um 1886 goldene und silberne Armbanduhren an Fremde, hauptsächlich an Amerikanerinnen, verkauft wurden. Auch andernorts ist davon die Rede, dass die Armbanduhr gerade bei den Damen der Gesellschaft aus modischen Erwägungen, schon vor der Jahrhundertwende beliebt war.

Ihre Bewährungsprobe hatte die Armbanduhr freilich in anderen Bereichen zu meistern – im Sport und im Krieg: Im Ersten Weltkrieg bestätigten sich positive Erfahrungen mit der Armbanduhr und in den kilometerlangen zentraleuropäischen Schützengräben erkannten die Soldaten aller Streitkräfte sehr schnell, dass es mitunter lebensrettend sein konnte, zum Ablesen der Uhrzeit nur auf das Handgelenk blicken und nicht die Taschenuhr umständlich aus dem Waffenrock zerren zu müssen. Eine Folge der militärischen Erfordernisse waren auch die Radium-Zifferblätter und –Zeiger, deren radioaktive Leuchtkraft auch bei Nacht das exakte Ablesen der Uhrzeit möglich machte. Weitere Zusatzfunktionen stellten Chronographen mit Telemeterskala dar, Armbanduhren mit eingebautem Kompass und solche mit zusätzlichem 24-Stunden-Zeiger zum Ablesen der Tag-und-Nacht-Zeit in dunklen Bunkern. Zu den Uhr-Interessierten Damen und den Militärs gesellte sich auch schon bald jene der sportbegeisterten Zeitgenossen, aus dem sich die frühen Fliegeruhren entwickelten.

Auch wenn die Liebe zur Armbanduhr anfangs als Verirrung der Damenwelt abgetan wurde, war der Siegeszug dieser bald nicht mehr aufzuhalten. Klare Fakten schaffen diesbezüglich meist immer die Statistiken: während im Jahre 1925 die Armbanduhr gegenüber der Taschenuhr einen Markanteil von 35 % hatte, war dieser 1934 bereits auf 65 % angestiegen. Ebenfalls ausschlaggebend für die Akzeptanz der Armbanduhr war die Erfindung und Vervollkommnung der wasser- und staubdichten Armbanduhr, die Entwicklung wirkungsvoller Stoßsicherungssysteme sowie die steigende Akzeptanz des automatischen Aufzugs. In diesem Zusammenhang ist auch der englische Uhrmacher John Harwood zu nennen, der 1924 das Patent für die legendäre Automatikuhr ohne Krone anmeldete und als Erfinder der industriell hergestellten, automatischen Armbanduhr gilt.

Das Bemühen um die „perfekte“ Armbanduhr für die unterschiedlichen Anforderungen des täglichen Lebens führte zwischen den 30er und 70er Jahren des 20. Jahrhunderts zu einer Blütezeit der Uhrenindustrie. Dabei zeigte sich auch immer wieder, dass der Armbanduhr von ihrem äußerst breit gefächerten Benutzerkreis eine höchst unterschiedliche Bedeutung beigemessen wurde: als Gebrauchsgegenstand, zweckorientiertes Hilfsmittel, „Freund“ am Handgelenk, modisches Accessoire oder kostbares Statussymbol zeigte sie über die Jahrzehnte hinweg ihre Vielseitigkeit. Die fünfziger Jahre markierten aber auch den Ausgangspunkt einer Entwicklung, die der mechanischen Armbanduhr später noch sehr zusetzen sollte – die elektromechanischen und elektronischen Werke, von denen man sich eine größere Ganggenauigkeit erwartete.

Der Quarz, mit exakt 32 768 Hz schwingend, machte sich ab 1970 zunehmend in den Armbanduhren breit. Dem hatten die mechanischen Uhrwerke wenig entgegenzusetzen. LED-Uhren hatten zwischen 1972 und 1978 ihre Blüte und wurden dann schnell von LCD-Uhren (Liquid Crystal Display) abgelöst. Gegen Ende der siebziger Jahre glaubten daher nur noch wenige Zeitgenossen an die Zukunft der mechanischen Uhr; die Schweizer Uhrenindustrie steckte in der Krise und konnte den Billig-Produkten aus Asien wenig entgegenhalten. Erst die Neustrukturierung vieler Schweizer Uhrenmarken und die „Erfindung“ der Swatch im Jahr 1983 gaben der Uhrenindustrie neue Impulse.

In diesen Tagen kam es aber auch zur Rückbesinnung auf traditionelle Werte. Immer mehr Manufakturen widmeten sich der Entwicklung neuer, verbesserter mechanischer Werke und führten somit eine Renaissance der mechanischen Uhr herbei, die bis heute anhält und immer wieder zahlreiche Meisterwerke uhrmacherischer Feinmechanik hervorbringt.





Diese Auflistung gibt ausgewählte Aspekte der Entwicklung der Uhrmacherei in Bezug auf tragbare Uhren (Taschen- und Armbanduhren) wieder, erhebt jedoch keinerlei Anspruch auf Vollständigkeit.

(H) TAG Heuer - 150 Jahre Design-Avantgarde


150 jahre Design-Avantgarde


TAG Heuer 300 SLR Calibre 1887 Chronograph

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Manche Menschen prägen ihre Zeit. So wie Juan Manuel Fangio. In den fünfziger Jahren dominierte er die Formel 1 und repräsentiert wie kein anderer Fahrer das Goldene Zeitalter des Motorsports. Viele halten Fangio für den größten Rennfahrer aller Zeiten.
Manche Kreationen sind absolut revolutionär. So wie der von Fangio gesteuerte Mercedes-Benz 300 SLR. Ungemein grazil und formschön wie ein Oscar-Niemeyer-Gebäude setzte der SLR neue Maßstäbe in Leistung und Design.
TAG Heuer und Mercedes-Benz: eine unschlagbare Verbindung zweier Design-Pioniere. Als Hommage an diese Partnerschaft und an diesen legendären Wagen haben wir bei TAG Heuer zusammen mit Mercedes-Benz eine exklusive Uhr entwickelt.
Seit nunmehr 150 Jahren verfolgt TAG Heuer zwei Ziele: formschönes Design und absolute Präzision. In der TAG Heuer 300 SLR Calibre 1887 Chronograph sind beide vereint.

Das Erscheinungsbild der TAG Heuer 300 SLR versetzt zurück in die 1950er Jahre, in eine Zeit der Eleganz und des bahnbrechenden Designs. Das braune Zifferblatt mit dem klassischen Heuer-Logo ist markanter Ausdruck eines edlen Retro-Looks. Aber Design ohne Leistung wäre wie ein Auto ohne Räder. Deshalb besitzt diese Uhr unser eigenes Chronographenwerk Calibre 1887, dessen einzigartige Bauweise höchste Präzision garantiert. Der bidirektionale Sperrhebel sorgt zusätzlich für höchste Energieeffizienz.
Besonderes Design birgt Überraschungen. Die TAG Heuer 300 SLR gibt ihr kleines Geheimnis auf der Rückseite preis: die Gravur eines Mercedes-Benz 300 SLR am Gehäuseboden. Ein exklusives Detail, das nur Sie und andere Besitzer dieser limitierten Uhrenedition kennen.

Diese Hommage an eine legendäre Ära ist bis ins Detail durchdacht und vereint modernste Technik mit formschönem Design.
Das im eigenen Haus gefertigte Automatikuhrwerk Calibre 1887 der neuesten Generation ermöglicht das Starten der Chronographenfunktionen in unglaublichen zwei Tausendstelsekunden.
Das Gehäuse aus poliertem Edelstahl misst 41mm im Durchmesser und besitzt auf dem inneren Zifferblattring eine Tachymeterskala. Das braune Zifferblatt zieren handgearbeitete und mit Leuchtmarkierungen versehene Stunden- und Minutenzeiger sowie handapplizierte Leuchtindizes mit eleganten, orangefarbenen Details. Das klassische Heuer-Logo ist markant bei 3 Uhr platziert. Abgerundet wird der Retro-Look durch das braune gelochte Lederarmband mit orangefarbenen Kontrasten und einer mit dem Heuer-Logo verzierten Schließe.
Die Chronographenfunktionen werden auf zwei separaten Totalisatoren angezeigt: Stunden bei 6 Uhr und Minuten bei 12 Uhr, beide mit eigenen Rundskalen. Der mitlaufende und direkt in das Zifferblatt integrierte Sekundenzeiger bei 9 Uhr fügt sich, ebenso wie die Datumsanzeige bei 6 Uhr, perfekt in das harmonische Gesamtdesign ein.
Am verschraubten Gehäuseboden sind ein Mercedes-Benz 300 SLR und die Seriennummer der limitierten Auflage eingraviert.
Diese auf 3.000 Exemplare limitierte Uhrenedition ist bis 100 Meter wasserdicht.


Monaco Vintage Calibre 11 Chronograph

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Steve McQueens Lächeln sagt alles. Am Steuer seines Sportwagens ist er der Boss. Er ist frei. Dieser „King of Cool“ ist ein Held, in dem jeder Mann sich wiederfinden kann. Tough, freigeistig und sportlich hielt er sich nicht immer an Konventionen.
Die originale Monaco war ähnlich unkonventionell. Mit gleich zwei Weltneuheiten sorgte sie bei ihrem Erscheinen im Umbruchjahr 1969 für Aufsehen. Sie war der erste wasserdichte Chronograph mit einem quadratischen Gehäuse. Und sie besaß das erste automatische Chronographenwerk. Neben ihrer außergewöhnlichen Leistung war es das einzigartige Design, das diese Uhr zu einem Muss für Designer und Trendsetter machte.
In seinem Rennsportfilm „Le Mans“ trug McQueen eine Monaco. Markant, einzigartig und sportlich war die Uhr perfekter Ausdruck seiner Persönlichkeit und wurde durch ihn zur Legende.

Wir bei TAG Heuer sind stolz auf unser Designerbe. Der Respekt für unsere klassischen Kreationen erschöpft sich aber nicht in einem statischen Bewahren, sondern inspiriert uns vielmehr zu ständigen Neuschöpfungen. Zahlreiche renommierte Designpreise für unsere Neuauflagen der Monaco Kollektion geben uns Recht.
Die aktuelle Monaco Sonderedition erscheint anlässlich unseres 150-jährigen Firmenjubiläums, bei dem wir auch unsere langjährige Verbindung zum Motorsport gebührend feiern möchten.
Die klassische Quadratform ist ebenso wie die Position der Totalisatoren dem Original nachempfunden. Erst bei näherem Hinsehen fallen die Neuerungen ins Auge. Das satinierte und polierte Edelstahlgehäuse korrespondiert perfekt mit dem Zifferblatt, dessen Grau die sportlichen Details wie das Rennsport-Rot auf den Stunden-, Minuten- und Sekundenzeigern oder die kühne horizontale Anordnung der Indizes erst richtig zur Geltung bringt.
Zum Gedenken an das Gründungsjahr des Unternehmens 1860 fertigen wir nur 1.860 Exemplare dieses modernen Uhrenklassikers an.

Sein klassisches Design macht diesen Chronographen zu etwas Besonderem.
Das dunkelgraue satinierte Zifferblatt bildet den idealen Hintergrund für die mit Leuchtmarkierungen versehenen Stunden- und Minutenzeiger, die mit dezenten Details in Rennsport-Rot ebenso auffällige Akzente setzen wie die in Rot gehaltenen Sekundenzeiger und Stundenmarker. Die Chronographen-Minuten sind bei 9 Uhr und die mitlaufende Sekunde bei 3 Uhr platziert, beide mit markant schwarzen Skalen und rhodinierten Zeigern. Auffällig sind auch die handapplizierten, horizontal angeordneten Indizes. Das Heuer-Logo bei 12 Uhr als Pendant zum quadratischen Datumsfenster bei 6 Uhr rundet zusammen mit der polierten Krone bei 9 Uhr das Design ab.
Der Gehäuseboden aus Saphirglas gibt den Blick auf das verzierte Uhrwerk Calibre 11 frei. Ein schwarzes gelochtes Armband mit Faltschließe und Sicherheitsdrückern gehört ebenfalls zur Ausstattung dieser auf 1.860 Exemplare limitierten Edition.



Monaco Twenty Four Calibre 36 Chronograph

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Bei dieser Uhr verbinden sich inspirierte Technik und radikales Design zu einem futuristischen Ganzen. Sie repräsentiert Werte, denen sich TAG Heuer seit jeher verpflichtet weiß: ständige technische Innovation und eine Leidenschaft für bahnbrechendes Design.
Wir haben diese Uhr, die erstmals als Konzeptuhr 2009 auf der Baselworld präsentiert wurde, entwickelt, um die Kraft und die Geschwindigkeit sowie die Robustheit von Rennwagen widerzuspiegeln. Wir haben sie kreiert, um dem Wettbewerbsgedanken des Motorsports Ausdruck zu verleihen. Nun ist sie kommerzielle Wirklichkeit geworden. Inspiriert durch die Supersportwagen, wird dieser Chronograph die Essenz der weltweit härtesten automobilen Rennen ans Handgelenk bringen.

Rennwagen sind der Inbegriff ultimativer Leistung. Für ihre Erbauer heißt das, ständig innovativ zu sein. So wie wir es bei der Monaco Twenty Four waren – der fortschrittlichsten Monaco aller Zeiten.
Das beginnt beim Uhrwerk Calibre 36, das mit 36.000 Halbschwingungen pro Stunde oszilliert und damit hundertmal schneller schlägt als das menschliche Herz, und setzt sich fort bei der Weltneuheit des Advanced-Dynamic-Absorber-Systems. Diese High-Tech-Stoßsicherung besteht aus vier stoßabsorbierenden Armen, an denen das Uhrwerk aufgehängt ist. Scheinbar schwebend gibt es den Blick ins Gehäuseinnere frei.
Die blauen und orangefarbenen Längsstreifen auf dem Zifferblatt erinnern an das Gulf-Oil-Logo des legendären Porsche 917K von Steve McQueen im Filmklassiker „Le Mans“. Als Hommage an das legendäre Rennen von Le Mans ziert eine große „24“ das Zifferblatt bei 12 Uhr, sogar die Abdeckung über der einzigartigen Schwungmasse des Werks ist einem Lenkrad nachempfunden.

Das in einem größeren Gehäuse mit 40,5mm Durchmesser und schwarzer Titan-Karbid-Beschichtung untergebrachte Hochleistungsuhrwerk Calibre 36 läuft mit der unglaublichen Geschwindigkeit von 36.000 Halbschwingungen pro Stunde (entsprechend einer Frequenz von 5 Hertz). Mit seinen Komponenten aus luftfahrt- und rennsportbewährten Kunststoffen schützt das Advanced-Dynamic-Absorber-System das Werk vor Stößen und Vibrationen im Frequenzbereich zwischen 1 und 10 Hertz. Der breite Gehäuseboden aus Saphirglas gibt den Blick auf die einzigartige Schwungmasse des Werks frei.
Die vier Arme des Advanced-Dynamic-Absorber-Systems dienen als Aufhängung des Werks im Chronographengehäuse und erlauben einen faszinierenden Einblick in das Innenleben der Uhr. Auf dem schwarz-satinierten Zifferblatt sind die Chronographen-Minuten bei 3 Uhr, die mitlaufende Sekunde bei 9 Uhr und das Datum bei 6 Uhr platziert.
Die große „24“ bei 12 Uhr erinnert an das härteste Autorennen der Welt, während die blauen und orangefarbenen Längsstreifen der Lackierung von Steve McQueens legendärem Porsche nachempfunden sind. Das Orange erscheint auch am Sekundenzeiger, an den Lagern des Advanced-Dynamic-Absorber-Systems und in den Nähten des Armbands aus schwarzem Alligatorleder. Die Krone bei 3 Uhr besteht ebenso wie die Drücker aus poliertem Edelstahl, die Faltschließe des Armbands ist aus Titan gefertigt. Beidseitig entspiegeltes Saphirglas sorgt für jederzeit optimale Ablesbarkeit.



Im Jahr 2010 feiert TAG Heuer 150 Jahre wegweisender Schweizer Uhrmacherkunst. Seit der Gründung 1860 in Saint-Imier durch Edouard Heuer hat TAG Heuer viele wichtige Meilensteine bei der Entwicklung von Hochleistungsuhren gesetzt, besonders in den Bereichen Chronographen und Präzisionstechnik. Der legendäre Schweizer Uhrenfabrikant profitiert von seinem aktiven Engagement in der Welt des Sports, um Zeitmessinstrumente und Sportuhren von weltweit höchster Präzision zu entwickeln. Bis heute ist TAG Heuer der erste Uhrenhersteller, dem es je gelungen ist, Luxus-Chronographen mit der unübertroffenen Präzision von Zehntel-, Hundertstel- und Tausendstelsekunden zu entwickeln. Seit das Unternehmen in den 1920er Jahren die Zeitmesser für die Olympischen Spiele lieferte und später beim legendären Indy-500-Rennen zum offiziellen Zeitnehmer mit einer Präzision von einer Zehntausendstelsekunde ernannt wurde, steckte TAG Heuer im stetigen Streben nach Innovation, Spitzenleistung und Prestige seine Ziele immer höher. Dies zeigt sich auch in der seit einem Vierteljahrhundert bestehenden Partnerschaft mit dem Formel-1-Team Vodafone McLaren Mercedes, der 7-jährigen Partnerschaft mit dem Formel-1-Weltmeister von 2008 und Vodafone-McLaren-Mercedes-Piloten Lewis Hamilton und dessen neuen Teamkollegen, dem Formel-1-Weltmeister von 2009 Jenson Button. TAG Heuer verkörpert mehr als je zuvor Prestige und Leistung durch seine aktiven Partnerschaften mit der Hollywood-Ikone Leonardo DiCaprio und dem Bollywood-Star Shah Rukh Khan, dem LPGA-Star Suzann Pettersen und dem WTA-Tennisstar Maria Sharapova. TAG Heuer ist Vollmitglied der Fondation de la Haute Horlogerie (FHH), dem exklusivsten Verband in der Schweizer Uhrenbranche. Das neueste Produkt in der Tradition von TAG Heuer ist das Calibre 1887, ein im eigenen Haus gefertigtes Chronographenwerk mit integriertem Säulenrad, das dem originalen Schwingtrieb von Heuer aus dem Jahr 1887, einem der ersten Patente der Marke und wichtiger Maßstab in der modernen Uhrmacherkunst, Tribut zollt. Von März bis Oktober 2010 werden in der revolutionären, vom Umweltgedanken geprägten Ausstellung „Odyssey of Pioneers“ von TAG Heuer, in deren Rahmen die Welt zum ersten Mal in einem vollelektrischen Auto, das von Tesla Motors eigens für TAG Heuer konstruiert wurde, umrundet wird, die früheren, heutigen und künftigen Kollektionen der Marke in 15 Weltmetropolen in olympischer Manier präsentiert.



(Z) Atelier Umscheid


Verschoben auf Anfang 2012


Ein Bericht über höchste Uhrmacherkunst und handwerkliche Traditionen abseits der Schweiz.


Das
Atelier Umscheid

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(H)(Z) Jaeger-LeCoultre Master Compressor Extreme LAB



Sehr geehrter Leser,

obwohl die Präsentation dieses Meilensteins nun schon einige Zeit zurückliegt, möchte ich doch noch einmal die Besonderheiten dieses technischen Wunderwerks präsentieren.

Mit der Verwirklichung des ersten ölfrei laufenden mechanischen Uhrwerks in einer Armbanduhr, hat die
Manufaktur Jaeger-LeCoultre wieder einmal etwas geschaffen, was jahrhundertelang als „Heiliger Gral“ der Uhrmacherei - und somit als praktisch unmöglich- galt.

Zudem gab diese Entwicklung den Anstoß für mehrere (bis noch weit in die Zukunft reichende) Folgeentwicklungen, die uns teils schon in der Gegenwart, wie die Extrem Lab 2, teils erst in einigen Jahren begeistern können.
Und natürlich ist es insgesamt ein Fortschritt für die Uhrmacherei, von dem im Laufe der Zeit auch andere Hersteller - und nicht zuletzt der Uhrenliebhaber- profitieren wird.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen eine unterhaltsame Lektüre.






Master Compressor Extreme LAB – eine Konzeptuhr, bei der die Ausnahme zur Bedingung wurde


Mit der Master Compressor Extreme LAB stellt Jaeger-LeCoultre die erste Armbanduhr vor, die komplett schmierungsfrei läuft. Zusammen mit einem völlig neu entwickelten Regulierorgan setzt diese Uhr Maßstäbe in Präzision, Langlebigkeit und Leistungsfähigkeit. Und das bei jeder Temperatur – von der Eiseskälte der Polargebiete bis in die flirrende Hitze der Wüsten.

Jaeger-LeCoultre stellt die Konzeptuhr Master Compressor Extreme LAB vor. Ihr neu entwickeltes Automatik-Kaliber 988C mit Tourbillon läuft dank innovativer Materialien und einer veränderten Antriebsgeometrie komplett schmierungsfrei. So ist die volle Leistung der Uhr über viele Jahre garantiert – auch bei extremen Temperaturen von bis zu 40 Grad unter dem Gefrierpunkt. Dann, wenn Öl längst ausflocken und das Uhrwerk blockieren würde.

Eine neue Unruh-Geometrie sorgt zusammen mit modernen Werkstoffen in der Hemmung und einem Tourbillon-Regulator der neuesten Generation dafür, dass das Kaliber 988C zu einem Maßstab für Präzision wird.
Mit dieser konzentrierten Mischung aus neuen Konzepten, neuesten Materialien und innovativen Techniken zeigt Jaeger-LeCoultre, was in der Uhrmacherei heute möglich ist. Gleichzeitig ist die Uhr das erste Produkt eines neu eingerichteten Forschungslabors in der Manufaktur. Dieser „Think-Tank“ kümmert sich systematisch um die Entdeckung und Erprobung zukunftsträchtiger Materialien und Methoden für die Uhrmacherei.

Für die Master Compressor Extreme LAB hat das Unternehmen insgesamt sechs Patente beantragt, eines davon für das High-Tech-Gehäuse aus Karbon, Titan und Keramikwerkstoffen.

Weitere technische Details des Automatik-Kalibers 988C sind ein Tourbillon mit einem Käfig aus einer Magnesiumlegierung, eine zweite Zeitzone sowie ein Zeigerdatum aus der Mitte, das mit der Hauptzeit gekoppelt ist. Die Besonderheit dieser Anzeige: Der Zeiger springt beim Übergang vom 15. zum 16. des Monats über den Tourbillonkäfig im unteren Teil des Zifferblatts hinweg. So verdeckt er zu keiner Zeit das aufregend zu beobachtende Spiel des Antriebsorgans.
Für Fans und Connaisseure kann das Rennen jetzt beginnen: Von dieser Konzeptuhr, an der die Firma mehr als zwei Jahre intensiv geforscht und entwickelt hat, wird Jaeger-LeCoultre nur wenige Stücke produzieren.

Das schmierungsfreie Werk – eines der großen Probleme der Uhrmacherei ist gelöst



In der Forschungsabteilung von Jaeger-LeCoultre haben Mitarbeiter aus den unterschiedlichsten Sparten mehr als zwei Jahre daran gearbeitet, ein weitgehend wartungsfrei arbeitendes mechanisches Uhrwerk zu entwickeln. Es soll nicht nur über lange Zeit, sondern auch unter den widrigsten Umständen optimal funktionieren.

Als Lösung kam nur ein Uhrwerk in Frage, das komplett ohne Schmierung durch Öle oder Fette auskommt. Unter Berücksichtigung neuester Forschungsergebnisse haben die Mitarbeiter Materialkombinationen entwickelt, die so wenig Reibungswiderstand haben, dass eine zusätzliche Schmierung unnötig wird. Des Weiteren haben sie alle Werkteile auf möglichst reibungsfreie Funktion überprüft und zum Teil komplett überarbeitet. Das Ergebnis ist eine revolutionäre Entwicklung für die gesamte Uhrmacherei.

Der technische Hintergrund
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(Z) Die Aussprache der Uhrenmarken (französisch)

Sehr geehrter Leser,

vielfach liest man in Internetforen die Frage: „Wie spreche ich die Marke XX eigentlich aus?“

Das ist ein Problem, das nicht nur die Leser von Internetforen betrifft, sondern viele Uhrenliebhaber, die sich hinsichtlich der Aussprache mancher Marke, speziell aus der französischen Schweiz, unsicher sind.

Um diese Unsicherheiten ein wenig zu reduzieren, habe ich die gängigsten Uhrenmarken mittels „Ghost Reader“ zu Tondateien gewandelt und nachfolgend aufgelistet.

Durch Klicken auf den jeweiligen Markennamen gelangen Sie zur Tondatei.

Die Sortierung ist in alphabetischer Reihenfolge.

Sollten sich Fehler eingeschlichen haben, zögern Sie bitte nicht, mich zu kontaktieren. Auch Ergänzungswünsche nehme ich gerne entgegen.

A:

alpina geneve
andersen geneve
armand nicolet
ateliers deMonaco
audemars piguet
auguste reymond

B:

bartheley
baume et mercier
blancpain
boucheron
bovet 1822
breguet
breil
bremont
bulgari


C:

candino
carl f. bucherer
cartier
certina
chanel
chaumet
chopard
christophe claret
chronographe suisse
chronoswiss
cimier
corum

D:

davosa
debaufre watches
dewitt
doxa
du bois et fils
dufeau

E:

ebel
edouard lauzieres
ellesse
elysee
equipe
eterna
etoile

F:

f.p. journe
faberge
favre-leuba
festina
fossil
franc vila
franck muller
frederique constant
frey wille

G:

girard perregaux
glycine
grovana
guinand

H:

hermes
hublot

J:

jacques etoile
jacques lemans
jaeger-lecoutre
jakob bruhn
jaquet droz
jean dunand
jean perret geneve

L:

longines
louis erard
louis moinet
louis vuitton

M:

mauboussin
maurice lacroix
meyers
michel herbelin
milleret
milus
montblanc

O:

omega

P:

patek philippe
paul picot
pequignet
philippe dufour
pierre cardin

R:

ralph lauren
raymond weil
richard mille
roger dubuis
rolex

T:

tag heuer

U:

ulysse nardin
universal geneve

V:

vacheron constantin
villemont
vogard
vulcain


(H)(Z) Officine Panerai - vom Geheimnisträger zur weltberühmten Manufaktur



OFFICINE PANERAI
Trägt eine Uhr den Namen Panerai, dann verkörpert sie ein einzigartiges historisches Erbe. Ihren Anfang nahm die Geschichte dieser Uhrenmarke im Jahre 1860 in Florenz, der Wiege der Renaissance. Hier eröffnete der Handwerker, Händler und Erfinder Giovanni Panerai das erste Uhrmacherfachgeschäft der Stadt und machte sich schon bald einen Namen für die Präzision und Funktionalität der hier angefertigten und angebotenen Instrumente. Höchste Detailgenauigkeit und absolute Zweckdienlichkeit sind auch heute noch die Maximen für die Entwicklung und Gestaltung der hochwertigen Kollektionen der Marke Officine Panerai.
Italienisches Design und Schweizer Uhrmacherperfektion bilden bei Panerai seit jeher eine ideale Symbiose. In diesem Sinne schreibt die Marke ihre 150-jährige Geschichte Jahr für Jahr weiter fort: mit hochpräzisen Zeitmessern, deren Identität und Charakter gleichermaßen auf Ästhetik und Funktion gründen.


PANERAI HISTORIA
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(Z) Uhrenproduktion in der Manufaktur Jaeger-LeCoultre


46°36'45.81"N
6°14'12.76"E


Hinter diesen Koordinaten verbirgt sich nicht etwa das mythische, verschollene Atlantis, sondern ein ganz realer, aber kaum weniger legendenumwobener Ort, nämlich der Sitz einer der renommiertesten Uhrenmanufakturen der Welt,
Jaeger-LeCoultre.


(Eingangshalle zur Manufaktur)

Im Juni 2010 wurde es mir ermöglicht, einige sehr exklusive Einblicke in die Entwicklung, Fertigung und auch die dahinter stehenden Ideen- oder besser gesagt Ideale dieser Manufaktur- zu gewinnen.

Trotz des eigentlich rein technischen Hintergrunds ist es mir wahrscheinlich nicht möglich, diesen Bericht vollkommen emotionslos zu schreiben. Zu groß sind die Unterschiede der Intentionen und der Produktionsphilosophie dieses Herstellers zu einem Großteil der Mitbewerber.

Schon den Anfang oder die passende Einleitung zu diesem Bericht zu finden bereitet mir große Schwierigkeiten. Wo soll man auch beginnen?
Bei der bald 20 Jahrzehnte umfassenden Firmengeschichte, die, gespickt von mechanischen Höchstleistungen, unzähligen Patenten und Chronometriepreisen, jeder denkbaren mechanischen Komplikation ihresgleichen wohl vergeblich sucht, oder der unübersehbaren, fast „greifbaren“ Motivation eines jeden der 1000 Mitarbeiter, vom einfachen Arbeiter bis zum obersten Firmenchef, die sich in einer Ruhe, Gelassenheit und Freundlichkeit im Miteinander der Angestellten, im Umgang mit Maschinen und Material in jedem Winkel der Gebäude beobachten lässt, oder der Philosophie der Marke, die darin besteht, stets das Unmögliche zu verwirklichen zu versuchen.....?

(Der Ursprung. Das Haus wurde später in die Manufaktur integriert. Teile davon dienen heute als Museum. Copyright by Jaeger-LeCoultre)


Einen guten Einblick oder Einstieg in die Produktion bietet das hauseigene Museum.
Es ist ein Jammer, dass es nicht öffentlich zugänglich ist, denn für den Liebhaber mechanischer Uhren bietet es alles, was das Herz begehrt. Schon alleine die über 2 Stockwerke reichende Glasvitrine, in der sich alle (der über 1000) bis heute gebauten Kaliber befinden lässt den Kenner vor Ehrfurcht erblassen. Geblendet von dieser Vielzahl an feinster Mechanik, vom kleinsten über das genaueste zum kompliziertesten mechanischen Uhrwerk- es ist alles da, zum Greifen nah. Dazwischen wundervolle Schmuckuhren, tausendfach mit Diamanten bestückt aus der Blütezeit des Art Deco genauso wie aus aktueller Fertigung.
Auch die Ikone aller Standuhren, die Atmos, darf natürlich nicht fehlen, die in einer Vielzahl von Varianten bestaunt werden kann.

(Millionometre- copyright by Jaeger LeCoultre)

(Auswahl an Uhrwerken - copyright by Jaeger LeCoultre)

(Die Atmos - copyright by Jaeger LeCoultre)


Wahrscheinlich den Gipfel für den Technikfreak bildet die Dokumentation der Entwicklung der Master Compressor Extrem Lab, deren Gehäuse allein aus 143 Teilen besteht, um überhaupt die aufwändige Mechanik aus weiteren 580 Teilen im Inneren -einfach- bedienen zu können.

Nachdem man, noch ganz im Gedanken den Ausführungen des Führers nachhängend, das Museum in der Gewissheit verlässt, dass es kaum noch eine Steigerung der Eindrücke geben kann, findet man sich unversehens in der Realität der Fertigung und Konstruktion wieder........

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(H) Seiko Technologien

Seiko beherrscht alle Arten des Uhrenbaus

Während seiner 127-jährigen Geschichte hat Seiko stets neue Herausforderungen angenommen und viele Träume realisiert – in technischer, kommerzieller und ökologischer Hinsicht – Dinge, die einst unerreichbar schienen. 1913 baute Seiko z.B. Japans erste Armbanduhr und entwickelte in eigenen Fertigungsstätten alle Komponenten einschließlich der Unruh. Nachdem das Tokio Erdbeben 1923 sowohl den Hauptsitz als auch die Fabrik zerstörte, baute Seiko das Unternehmen in weniger als einem Jahr komplett wieder auf. Der erste Automatik-Chronograph der Welt wurde von Seiko herausgebracht. Das Kaliber 6139 besaß damals schon eine Vertikale Kupplung und galt als bahnbrechend. Es sollte 20 Jahre dauern, bis Schweizer Uhrenhersteller in der Lage waren, ebenfalls einen Automatik-Chronographen mit Vertikaler Kupplung herzustellen.
Seiko war zudem der erste Uhrenhersteller weltweit, der seit dem Jahr 1992 vollständig auf FCKW in der Produktion verzichtet, um die empfindliche Ozonschicht zu schonen.

Stets ist die japanische Uhrenmanufaktur bestrebt, eine technologische Spitzenposition im Uhrenbau einzunehmen und immer neue Grenzen zu überschreiten. Dieses Streben nach neuen Zielen führte dazu, dass Seiko nicht weniger als vier Uhrentechnologien meisterhaft beherrscht und zwei dieser Technologien exklusiv fertigt.


Die Kraft der Synergie
Auf der Grundlage von Seikos Fähigkeiten auf allen Gebieten der Uhrmacherkunst, eröffnen neue Entwicklungen auf einem Gebiet gleichzeitig viele neue Möglichkeiten auf anderen Gebieten. So wäre die Entwicklung der Kinetic undenkbar ohne ein umfangreiches Wissen im mechanischen und Quarzuhrenbau. Die Spring Drive konnte nur gebaut werden, weil es möglich war, einen völlig neuartigen Typ des Integrated Circuit (IC) und gleichzeitig einen völlig neuen Typ einer Aufzugsfeder zu fertigen. Genauso verhält es sich mit dem „magischen Hebel“, der bereits 1959 für Seikos Automatikuhren erfunden wurde und jetzt, fast ein halbes Jahrhundert später, eine wichtige Rolle bei der Realisierung des Spring Drive-Traumes spielt.
Aufeinandertreffen von vier Technologien

  • Mechanik: Verschmelzung von Präzision und Meisterschaft im mechanischen Uhrenbau





Seiko Automatik-Chronographen
Kaliber 6139 (1969) Kaliber 8R28 (2008) Das Kaliber 6139 war der weltweit erste Automatik-Chronograph, der sowohl mit einem Kolonnenrad als auch mit einer vertikalen Kupplung ausgestattet ist
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(H) Jaeger-LeCoultre - "Master Control 1000 Hours" und "1000 Hours Chrono" - eine Qualitätsgarantie der Sonderklasse



Jaeger-LeCoultre „1000 Hours Chrono“ Ein neues Präzisions- und Qualitätslabel für die Master Grande Tradition Kollektion

Um seine Überlegenheit und unangefochtene Vorreiterrolle im exklusiven Zirkel der traditionellen Haute Horlogerie Manufakturen einmal mehr unter Beweis zu stellen, hat Jaeger-LeCoultre ein neues Qualitäts- und Präzisionslabel entwickelt – „1000 Hours Chrono“. Das neue Label greift sämtliche Qualitätsvorgaben der ISO-Norm 3159 für Chronometer auf, die den offiziellen Schweizer Chronometerprüfstellen bei ihren Testreihen als Maßstab dient. Es wurde speziell für die Uhren der Master Grande Tradition Linie mit Silizium-Hemmung entwickelt und zeugt vom Bestreben der Marke, der Qualität ihrer Uhren durch ein Zertifikat Ausdruck zu verleihen. Getreu der avantgardistischen Unternehmensphilosophie hat Jaeger- LeCoultre die Testreihe um ein grundlegendes innovatives Kriterium erweitert: Der Präzisionstest erstreckt sich nicht mehr nur auf ein Uhrwerk ohne Komplikationen, sondern auf die komplette Uhr.
Das „1000 Hours Chrono Label“ – ein selbstverständlicher Schritt für eine Manufaktur, die der Innovation höchste Priorität einräumt Seit ihrer Gründung im Jahr 1833 zeichnet sich die Manufaktur Jaeger-LeCoultre durch die ästhetische und technische Überlegenheit ihrer Uhren aus. Der langwierige Innovationsprozess, in dessen Mittelpunkt sowohl Präzision als auch Erfindergeist stehen, konnte nur durch den kontinuierlichen Einsatz neuer Kunsthandwerkstechniken und neuer Technologien zum Erfolg geführt werden. Durch neue Maßstäbe in der Uhrmacherei hat sich Jaeger-LeCoultre einen Namen als traditionelle Manufaktur gemacht, die ihre Produkte vollständig in Eigenarbeit anfertigt.

Da in der Manufaktur nicht nur sämtliche Bauteile für die Uhrwerke hergestellt werden, sondern auch die meisten Elemente für den äußeren Teil der Uhren, entwickelte Jaeger-LeCoultre bereits vor einigen Jahren sein eigenes Qualitätslabel. Die 1992 eingeführte Testreihe „1000 Hours Control“ wurde ins Leben gerufen, um bei jedem Produktionsschritt eines Zeitmessers die Präzision zu überprüfen und so den hohen Ansprüchen des zukünftigen Besitzers gerecht zu werden.
Die innovations- und zukunftsorientierte Manufaktur Jaeger-LeCoultre hat ihre Zeitmesser immer wieder mit neuen Materialien ausgestattet. Als verblüffendstes Beispiel gilt sicherlich die revolutionäre Master Compressor Extreme LAB, die 2007 als erste schmiermittelfreie Uhr in die Geschichte der Uhrmacherei einging. Dank dieser einmaligen und bis dato nicht übertroffenen technischen Spitzenleistung konnte Jaeger-LeCoultre die physikalischen Eigenschaften neuer Materialien wie beispielsweise Silizium erforschen, das mittlerweile zur Herstellung sämtlicher Hemmungen der in limitierter Edition erhältlichen Master Grande Tradition Uhren aus Gelbgold verwendet wird. Allein die hervorragenden Eigenschaften von Silizium rechtfertigen die Einführung eines neuen Qualitätslabels.
Das „1000 Hours Chrono“-Label – ein neuer Präzisionstest
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(H) Jaeger-LeCoultre - Kurzabriss über die Geschichte der Militäruhren

Zu den Militäruhren von Jaeger-LeCoultre:

Seit über zweihundert Jahren spielt präzise Zeitmessung eine ständig wichtigere Rolle in der Armee, für die Planung und Synchronisierung von Militäroperationen in geographischer Entfernung, zu See, Land oder Luft, aber auch in der Ballistik, um die Einschlagdistanz der Geschosse zu bestimmen.

Seit ihrer Gründung 1833 entwickelt die Manufaktur Jaeger-LeCoultre innovative Herstellungsverfahren, die zum Fortschritt der Schweizer Uhrmacherkunst durch perfektionierte Präzision und Zuverlässigkeit geführt haben – zwei Bereiche, die für eine Armeeuhr ausschlaggebend sind. Die Beiträge des „Großen Hauses“ oder Grande Maison des Vallée de Joux zur Geschichte der militärischen Zeitmessung umfassten ultra-genaue Kaliber sowohl für Marinechronometer wie für die Landarmee und Luftwehr. Schon im Zweiten Weltkrieg belieferte Jaeger-LeCoultre die Alliierten mit Fliegeruhren, wie der legendären Mark XI. 2009 wird die Geschichte mit der neuen Master Compressor Diving Navy SEALs weitergeführt, die das Siegel des Elitecorps der U.S. Navy trägt und extreme Leistungswerte verkörpert, Zuverlässigkeit unter allen Bedingungen und die Fähigkeit, über sich selbst hinauszuwachsen.

Seechronometer und Taschenuhren(1890 - 1950)
Um 1890 begann der in Paris ansässige Uhrmacher Edmond Jaeger (1858 – 1922) Chronometer für Torpedoboote bei Wettbewerben des Hydrographischen Dienstes der Französischen Marine vorzustellen, die mehrfach mit dem ersten und zweiten Preis ausgezeichnet wurden. Das Manufakturmuseum Patrimoine Jaeger-LeCoultre hat gerade ein Exemplar erworben, das der Französischen Marine 1895 angeboten wurde. Diesen Chronometer erwarb im Jahre 1900 die U.S. Navy für das Torpedoboot USS Cushing (1890 – 1920, das kurz zuvor an den letzten Operationen des Spanisch-Amerikanischen Krieges von 1898 vor Kuba im Einsatz gewesen war. Der Zeitmesser mit der Gravur US Navy 44 auf dem Gehäuseboden ist mit dem Kaliber LeCoultre 21RV ausgestattet, was beweist, dass Jaeger seine Uhrwerke schon in den Jahren um 1890 aus der Manufaktur LeCoultre & Cie bezog, während seine offizielle Zusammenarbeit mit dem Großen Haus des Vallée de Joux erst 1903 begann.
In seinem Werk Militäruhren präsentiert der deutsche Armeeuhren-Spezialist Konrad Knirim eine Navigationsuhr der 8. Torpedodivision der Kaiserlichen Marine des Deutschen Reiches, das mit dem in den 1880er Jahren hergestellten Kaliber LeCoultre 19RVS versehen war1.

Während des Zweiten Weltkrieges stellte die Manufaktur in Le Sentier mehrere Uhrwerke für die Marine her, darunter auch das Kaliber Jaeger-LeCoultre 162. Parallel beliefert sie die Britische Armee mit einer großen Anzahl von Taschenuhren in Edelstahl, die das Kaliber Jaeger-LeCoultre 467 bargen und teilweise für Landtruppen bestimmt waren (Gravur G.S.T.P. und Broad Arrow - Symbol der Zugehörigkeit zur Britischen Armee), teilweise für das Bodenpersonal der Royal Air Force (Gravur 6E/50).

Die ersten Jaeger-LeCoultre-Fliegeruhren Mark VIIA, A11 und die sogenannte „Weems“ (ab 1940)


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(H)(Z) Uhrenatelier Grieb & Benzinger





Im Uhrenatelier steht nicht einfach nur eine Uhr im Vordergrund, sondern die traditionellen Techniken und Handwerkskünste fernab jeder CNC Moderne. Diese, zum Teil nicht mehr erlernbaren klassischen Handwerkskünste, sind hier in einem einzigen Atelier vereint. Das ist weltweit einmalig. Selbst renommierte Marken wie IWC, Fabergé und Chronoswiss lassen in diesem Spezialatelier für sich fertigen.

 
Für die GRIEB & BENZINGER PLATINUM Unikate werden im Atelier historische, wertvolle Uhrwerke mit Komplikationen der großen Meister von 1880 bis 1920 (z.B. Patek Philippe) vollständig in traditioneller Arbeitsweise restauriert, neu aufgebaut, teils technisch modifiziert und mit klassischen Techniken wie Hand-Skelettieren, Hand-Gravieren sowie Guillochieren veredelt und anschließend blau-platin-beschichtet um ein zweites Leben zu beginnen.
Dabei wird das Werk (bis zu 130 Jahre alt!) immer wieder zerlegt und zusammengefügt so lange bis die Funktionen sowie alle technischen Details endgültig stimmen. Die verwendeten Handwerktechniken sowie Spezialwerkzeuge und Maschinen sind zum Teil dabei so alt wie das Uhrwerk selbst.
 

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(H) Panerai - Die 9000er Kaliberserie

OFFICINE PANERAI PRÄSENTIERT DIE P.9000 KALIBER

Seit jeher steht der Name Panerai für Innovation und technis- che Kompetenz. Beleg dafür ist die stetige Entwicklung neuer Uhrenmodelle und Kaliber von immer größerer Funktionalität und Zuverlässigkeit. Der Salon International de la Haute Hor- logerie 2009 in Genf markiert einen Wendepunkt für die Marke. Hier wird der italienische Uhrenhersteller eine neue Reihe handgefertigter Kaliber aus der eigenen Manufaktur vorstellen. Mit den drei neuen Werken der P.9000 Serie erweitert Panerai seine Reihe bestehender Manufakturwerke aus den vergan- genen Jahren.
Der einstige Lieferant von hochspezialisierten Taucheruhren für die königliche italienische Marine gehört mit der Entwicklung der Kaliber P.9000, P.9001 und P.9002 zu den wenigen internation- alen Luxusuhrenherstellern, die alle oder den größten Teil ihrer Uhrenkomponenten selbst entwerfen und herstellen.
Angesichts der rasanten Entwicklungen in der Haute Horlogerie ist Officine Panerai dies in beeindruckend kurzer Zeit gelungen. Tatsächlich können nur wenige Hersteller die beachtliche Zahl von acht selbst entwickelten und gefertigten Kalibern vor- weisen: Beginnend mit dem Jahr 2002 lanciert Panerai mit den P.2002, P.2003, P.2004, P.2005, P.2006, P.9000, P.9001 und P.9002 in nur sieben Jahren voll funktionsfähige und verfügbare Werke.
Die neuen Uhrwerke: Allgemeine technische Spezifikationen
Das neue Kaliber P.9000 ist in drei Versionen erhältlich: P.9000, P.9001 und P.9002. Sie sind mit verschiedenen Funktionen ausgestattet und verfügen alle über einen Automatikaufzug mit drei Tagen Gangreserve. In Ausstattung und Gestaltung sind diese Uhrwerke unverwechselbar.
Im Kaliber P.9000 mit einem Durchmesser von 133⁄4 Linien gewährleisten zwei Federhäuser eine Gangreserve von 72 Stunden. Mit dem aus einem Stück gefertigten Rotor lässt sich die Uhr dank eines automatischen Sperrklinkenmechanismus beidseitig aufziehen. Die Unruh ist mit Regulierschrauben versehen und schwingt mit einer Frequenz von 4 Hz. Die Vorrichtung zum Stoppen der Unruh erlaubt die präzise Synchronisierung mit einer Referenzzeit.
Für die neuen Uhrwerke wurde eigens eine neue Version des Luminor 1950 Gehäuses aus der Manifattura Kollektion entworfen. Es hat dieselben Proportionen wie das Original, aber ein etwas weniger konvexes Saphirglas.
Es schließt fast bündig mit der Lunette ab.

DAS KALIBER P.9000
Das Kaliber P.9000 mit 195 Bauteilen versieht seinen Dienst in den Luminor 1950 Marina Modellen und der Luminor 1950 Submersible.
Die beiden Luminor 1950 Marina Uhren (Referenzen PAM00312 und PAM00328) mit 44-mm-Stahlgehäuse sind wie die histo- rischen Modelle mit einem schwarzen Sandwich-Zifferblatt und einer kleinen Sekundenanzeige auf der 9-Uhr-Position ausges- tattet. Sie sind wasserdicht bis 300 Meter. Die Luminor 1950 Marina 3 Days Automatic 44 mm und die Luminor 1950 Marina 3 Days Automatic 44 mm – Steel sind jeweils mit einem Alliga- torlederarmband (überarbeitet und etwas gewölbter um besser mit den Proportionen der Uhr zu harmonieren) oder dem neuen Metallarmband versehen. Dessen satinierte Glieder sind asym- metrisch und sowohl vertikal als auch horizontal gerundet und haben polierte Kontaktflächen.
Dank des neuen Kalibers wird auch die neue Version der Lu- minor Submersible (PAM00305) Teil der Manifattura Kollektion. Mit ihrem 47 mm messenden Titangehäuse ist sie eine profes- sionelle Taucheruhr und wasserdicht bis 300 Meter. Zu ihren charakteristischen Merkmalen zählen neben der Gehäuseg- röße eine besonders große Lunette mit runden aufgesetzten Markierungen sowie ein Zifferblatt mit breiten Baton-Zeigern
– ein an die historischen Zifferblätter angelehntes Design. Im Lieferumfang enthalten ist das Armband aus Naturkautschuk.

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(H) Die Legende: Jaeger LeCoultre Hybris Mechanica 55


Hybris Mechanica 55: Jaeger-LeCoultres einzigartige Uhrentrilogie mit 55 Komplikationen

Uhren mit Schlagwerk verkörpern die Krönung der mechanischen Uhrmacherei. Aber die Bandbreite zwischen relativ simplen Zeitmessern mit Viertelstundenrepetition und dem, was Fachleute als „Grande Sonnerie mit Westminsterschlag“ bezeichnen, ist riesig. In den 176 Jahren ihres Bestehens hat Jaeger-LeCoultre, die renommierte Uhrenmanufaktur aus dem abgeschiedenen Vallée de Joux, nahezu alle Formen und Ausprägungen mechanischer Schlagwerke entwickelt und hergestellt.
Die unbestrittene Krönung ihres uhrmacherischen Schaffens stellt die Manufaktur 2009 vor. Sie heißt Hybris Mechanica 55 und besteht aus drei Armbanduhren, von denen jede für sich alleine schon als perfektes Meisterstück gelten kann. Zusammen stellen sie Uhrmacherkunst in höchster Vollendung dar. Insgesamt verfügen sie über 55 herausragende mechanische Komplikationen.
Absolut neu in jeder Hinsicht ist der erste Teil der Trilogie: die Hybris Mechanica à Grande Sonnerie. Ihr hoch komplexes Handaufzugswerk, das Kaliber 182, stellt alles bislang Dagewesene in den Schatten. Mit gut 1300 mechanischen Bauteilen steht ihr der Superlativ zu, die komplizierteste und am dichtesten bestückte Armbanduhr aller Zeiten zu sein. Insgesamt besitzt die Konstruktion nicht weniger als 26 verschiedene Funktionen – 13 Patente sind dafür angemeldet worden. Ganz oben rangiert dabei das einzigartige Schlagwerk. Erstmals überhaupt erklingt der legendäre Westminsterschlag in vollem Umfang am Handgelenk. Aber das ist nur ein Aspekt dieser einzigartigen Uhr. Die Funktion Grande Sonnerie mit vier Tonfedern und vollem Melodiespektrum für Stunden und Viertelstunden besitzt ein eigenes Federhaus, das eine nie dagewesene Gangautonomie von zwölf Stunden gewährleistet. In der Funktion Petite Sonnerie schlägt das Läutwerk nur die vollen Stunden und als Repetition läutet sie die Zeit auf Anforderung minutengenau.
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