Jaeger-LeCoultre Master Compressor Extreme LAB
(H)(Z) Jaeger-LeCoultre Master Compressor Extreme LAB
17/09/10 21:43
Sehr geehrter Leser,
obwohl die Präsentation dieses Meilensteins nun schon einige Zeit zurückliegt, möchte ich doch noch einmal die Besonderheiten dieses technischen Wunderwerks präsentieren.
Mit der Verwirklichung des ersten ölfrei laufenden mechanischen Uhrwerks in einer Armbanduhr, hat die Manufaktur Jaeger-LeCoultre wieder einmal etwas geschaffen, was jahrhundertelang als „Heiliger Gral“ der Uhrmacherei - und somit als praktisch unmöglich- galt.
Zudem gab diese Entwicklung den Anstoß für mehrere (bis noch weit in die Zukunft reichende) Folgeentwicklungen, die uns teils schon in der Gegenwart, wie die Extrem Lab 2, teils erst in einigen Jahren begeistern können.
Und natürlich ist es insgesamt ein Fortschritt für die Uhrmacherei, von dem im Laufe der Zeit auch andere Hersteller - und nicht zuletzt der Uhrenliebhaber- profitieren wird.
In diesem Sinne wünsche ich Ihnen eine unterhaltsame Lektüre.



Master Compressor Extreme LAB – eine Konzeptuhr, bei der die Ausnahme zur Bedingung wurde
Mit der Master Compressor Extreme LAB stellt Jaeger-LeCoultre die erste Armbanduhr vor, die komplett schmierungsfrei läuft. Zusammen mit einem völlig neu entwickelten Regulierorgan setzt diese Uhr Maßstäbe in Präzision, Langlebigkeit und Leistungsfähigkeit. Und das bei jeder Temperatur – von der Eiseskälte der Polargebiete bis in die flirrende Hitze der Wüsten.
Jaeger-LeCoultre stellt die Konzeptuhr Master Compressor Extreme LAB vor. Ihr neu entwickeltes Automatik-Kaliber 988C mit Tourbillon läuft dank innovativer Materialien und einer veränderten Antriebsgeometrie komplett schmierungsfrei. So ist die volle Leistung der Uhr über viele Jahre garantiert – auch bei extremen Temperaturen von bis zu 40 Grad unter dem Gefrierpunkt. Dann, wenn Öl längst ausflocken und das Uhrwerk blockieren würde.
Eine neue Unruh-Geometrie sorgt zusammen mit modernen Werkstoffen in der Hemmung und einem Tourbillon-Regulator der neuesten Generation dafür, dass das Kaliber 988C zu einem Maßstab für Präzision wird.
Mit dieser konzentrierten Mischung aus neuen Konzepten, neuesten Materialien und innovativen Techniken zeigt Jaeger-LeCoultre, was in der Uhrmacherei heute möglich ist. Gleichzeitig ist die Uhr das erste Produkt eines neu eingerichteten Forschungslabors in der Manufaktur. Dieser „Think-Tank“ kümmert sich systematisch um die Entdeckung und Erprobung zukunftsträchtiger Materialien und Methoden für die Uhrmacherei.
Für die Master Compressor Extreme LAB hat das Unternehmen insgesamt sechs Patente beantragt, eines davon für das High-Tech-Gehäuse aus Karbon, Titan und Keramikwerkstoffen.
Weitere technische Details des Automatik-Kalibers 988C sind ein Tourbillon mit einem Käfig aus einer Magnesiumlegierung, eine zweite Zeitzone sowie ein Zeigerdatum aus der Mitte, das mit der Hauptzeit gekoppelt ist. Die Besonderheit dieser Anzeige: Der Zeiger springt beim Übergang vom 15. zum 16. des Monats über den Tourbillonkäfig im unteren Teil des Zifferblatts hinweg. So verdeckt er zu keiner Zeit das aufregend zu beobachtende Spiel des Antriebsorgans.
Für Fans und Connaisseure kann das Rennen jetzt beginnen: Von dieser Konzeptuhr, an der die Firma mehr als zwei Jahre intensiv geforscht und entwickelt hat, wird Jaeger-LeCoultre nur wenige Stücke produzieren.
Das schmierungsfreie Werk – eines der großen Probleme der Uhrmacherei ist gelöst

In der Forschungsabteilung von Jaeger-LeCoultre haben Mitarbeiter aus den unterschiedlichsten Sparten mehr als zwei Jahre daran gearbeitet, ein weitgehend wartungsfrei arbeitendes mechanisches Uhrwerk zu entwickeln. Es soll nicht nur über lange Zeit, sondern auch unter den widrigsten Umständen optimal funktionieren.
Als Lösung kam nur ein Uhrwerk in Frage, das komplett ohne Schmierung durch Öle oder Fette auskommt. Unter Berücksichtigung neuester Forschungsergebnisse haben die Mitarbeiter Materialkombinationen entwickelt, die so wenig Reibungswiderstand haben, dass eine zusätzliche Schmierung unnötig wird. Des Weiteren haben sie alle Werkteile auf möglichst reibungsfreie Funktion überprüft und zum Teil komplett überarbeitet. Das Ergebnis ist eine revolutionäre Entwicklung für die gesamte Uhrmacherei.
Der technische Hintergrund
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