(H) Die Legende: Jaeger LeCoultre Hybris Mechanica 55
16/11/09 18:49 :Jaeger LeCoultre Hybris Mechanika




Hybris Mechanica 55: Jaeger-LeCoultres einzigartige Uhrentrilogie mit 55 Komplikationen
Uhren mit Schlagwerk verkörpern die Krönung der mechanischen Uhrmacherei. Aber die Bandbreite zwischen relativ simplen Zeitmessern mit Viertelstundenrepetition und dem, was Fachleute als „Grande Sonnerie mit Westminsterschlag“ bezeichnen, ist riesig. In den 176 Jahren ihres Bestehens hat Jaeger-LeCoultre, die renommierte Uhrenmanufaktur aus dem abgeschiedenen Vallée de Joux, nahezu alle Formen und Ausprägungen mechanischer Schlagwerke entwickelt und hergestellt.
Die unbestrittene Krönung ihres uhrmacherischen Schaffens stellt die Manufaktur 2009 vor. Sie heißt Hybris Mechanica 55 und besteht aus drei Armbanduhren, von denen jede für sich alleine schon als perfektes Meisterstück gelten kann. Zusammen stellen sie Uhrmacherkunst in höchster Vollendung dar. Insgesamt verfügen sie über 55 herausragende mechanische Komplikationen.
Absolut neu in jeder Hinsicht ist der erste Teil der Trilogie: die Hybris Mechanica à Grande Sonnerie. Ihr hoch komplexes Handaufzugswerk, das Kaliber 182, stellt alles bislang Dagewesene in den Schatten. Mit gut 1300 mechanischen Bauteilen steht ihr der Superlativ zu, die komplizierteste und am dichtesten bestückte Armbanduhr aller Zeiten zu sein. Insgesamt besitzt die Konstruktion nicht weniger als 26 verschiedene Funktionen – 13 Patente sind dafür angemeldet worden. Ganz oben rangiert dabei das einzigartige Schlagwerk. Erstmals überhaupt erklingt der legendäre Westminsterschlag in vollem Umfang am Handgelenk. Aber das ist nur ein Aspekt dieser einzigartigen Uhr. Die Funktion Grande Sonnerie mit vier Tonfedern und vollem Melodiespektrum für Stunden und Viertelstunden besitzt ein eigenes Federhaus, das eine nie dagewesene Gangautonomie von zwölf Stunden gewährleistet. In der Funktion Petite Sonnerie schlägt das Läutwerk nur die vollen Stunden und als Repetition läutet sie die Zeit auf Anforderung minutengenau.
Durch eine neuartige Bauweise des gesamten Mechanismus und das Verschweißen der Tonfedern mit dem bombierten Saphirglas erreicht die Uhr ein überragendes Klangvolumen. Und selbstverständlich lässt sich das Schlagwerk mit einem Handgriff abschalten. Zum Funktionsspektrum dieser einzigartigen Weißgold-Armbanduhr gehören ferner ein Ewiges Kalendarium und – erstmals bei Jaeger-LeCoultre – ein fliegendes Tourbillon.
Den zweiten Akt der Trilogie verkörpert die Hybris Mechanica à Gyrotourbillon mit Weißgold- Gehäuse, durchbrochenem Zifferblatt und ultraleichtem, sphärischem Tourbillon, dessen 90 Teile zusammen nur 0,33 Gramm wiegen. Ihr modifiziertes Handaufzugswerk Kaliber 177 besteht aus 679 Komponenten. Dank Doppelfederhaus mit Saphirglasdeckeln beträgt die Gangautonomie 8 Tage. Zu seinen weiteren Komplikationen gehören ein Ewiger Kalender mit drei retrograden Zeigern sowie die Indikation der wahren Sonnenzeit.
Gleich drei Zifferblätter besitzt schließlich die ebenfalls weißgoldene Hybris Mechanica à Triptyque als dritte Uhr der Trilogie. Auf der Vorderseite im opulenten Wendegehäuse lässt sich die bürgerliche Zeit ablesen. Auf der Rückseite präsentiert sie Sternzeit, Sternenhimmel, Tierkreiszeichen, Zeitgleichung sowie Zeiten des Sonnenauf- und -untergangs. In der Bodenplatte befindet sich ein Ewiges Kalendarium. Das Handaufzugswerk Kaliber 175 besteht aus 642 Einzelteilen und weist insgesamt 19 verschiedene Komplikationen auf, darunter ein Tourbillon mit innovativer Chronometerhemmung. Neu an diesem Modell ist auch die
ungewöhnliche Unruh mit variablem Trägheitsmoment. Sie hat sich bereits in der Master Compressor Extreme Lab bewährt und besteht aus einer Platin-Iridium-Legierung in Form eines doppelten T. Diese Geometrie – gepaart mit dem extrem dichten Material – minimiert ihre Oberfläche, reduziert damit den Luftwiderstand und benötigt so weniger Energie. Die zugehörige Spiralfeder besitzt eine optimierte Form mit Phillips-Endkurve und einem Knick an exakt berechneter Stelle. Das gewährleistet gleichmäßiges Atmen und perfekten Isochronismus.
Jaeger-LeCoultre liefert die drei Armbanduhren, deren komplexe Mechaniken die Uhrmacher aus mehr als 2500 Komponenten zusammenfügen, auf Wunsch in einem 1200 Kilogramm schweren Luxustresor. Edler und aufwändiger kann man diese einmalige Technik nicht verpacken.



Bravourös und einzigartig: Die Hybris Mechanica à Grande Sonnerie
Einen Zeitmesser wie die Hybris Mechanica à Grande Sonnerie hat es in der gesamten Geschichte der Armbanduhren noch nie gegeben. Das betrifft die Komplikationen an sich, aber auch ihre uhrmacherische Realisation. Jaeger-LeCoultre hat die Herausforderung angenommen, das mit Abstand komplexeste Kunstwerk dieser Art zu entwerfen und zu bauen. Und die damit betrauten Teams haben ihre Aufgabe bravourös gemeistert.
Mit mehr als 1300 mechanischen Komponenten ist die Hybris Mechanica à Grande Sonnerie die komplizierteste und am dichtesten bestückte Armbanduhr aller Zeiten. Für ihr von Grund auf neu konstruiertes Kaliber 182 wurden 13 Patente angemeldet. Aus 37 Millimetern Durchmesser und 10,42 Millimetern Höhe (ohne Zeiger) errechnen sich 1075 Quadratmillimeter Fläche sowie ein Volumen von rund 11200 Kubikmillimetern. Jedem der Teile, die für die insgesamt 26 verschiedenen Funktionen verantwortlich sind, stehen also weniger als neun Kubikmillimeter Platz zur Verfügung. Ergebnis dieses faszinierenden mechanischen Mikrokosmos: Er lässt den legendären Westminsterschlag erstmals in vollem Umfang am Handgelenk erklingen. Desweiteren benötigt der Ewige Kalender in der Uhr bis 2100 keine manuellen Korrekturen. Schließlich glänzt Jaeger-LeCoultre bei der Uhr auch noch mit seinem ersten Tourbillon fliegender Bauart, also ohne vorderseitige Lagerbrücke.
Neu in jeder Hinsicht
Wer wie Jaeger-LeCoultre auf mehr als 176 Jahre uhrmacherische Kompetenz zurückblickt und während dieser Zeit nahezu alles mechanisch Mögliche realisiert hat – immerhin etwa 200 verschiedene Repetitions-Typen, könnte leicht in die prall gefüllte Schatzkiste seiner reichhaltigen Erfahrungen greifen. Aber das passt nicht zur Philosophie der traditionsgemäß auf Innovation bedachten Manufaktur aus dem Vallée de Joux. Daher ist am Uhrwerk der Hybris Mechanica à Grande Sonnerie jedes Bauteil völlig neu konzipiert. Am Anfang der Entwicklung, die gut fünf Jahre zurückliegt, stand eine klare Festlegung des Angestrebten. Dann erst machten sich Ingenieure und Uhrmacher an die schrittweise Verwirklichung dieser Armbanduhr, an die schwierige Kombination des großen Schlagwerks mit einem Ewigen Kalender und dem fliegendem Tourbillon.
Beispiellos: Das Schlagwerk
In Sachen Komplexität rangiert das Schlagwerk im Vergleich zu allen anderen mechanischen Komplikationen ganz vorn. Die Trias aus Grande Sonnerie, Petite Sonnerie und Minutenrepetition verkörpert dabei das Nonplusultra. Doch auf dem Sektor der Armbanduhren vermag die Hybris Mechanica à Grande Sonnerie selbst in dieser Spitzenliga noch eine herausragende Stellung einzunehmen. Noch nie ertönte die Grande Sonnerie mit
Westminsterschlag – und zwar derart perfekt und in voller Länge – am Handgelenk. Mehr noch: Das neuartige Glockenspiel wartet mit nie dagewesenen zwölf Stunden Gangautonomie auf.
Bemerkenswert ist ferner die hohe Betriebssicherheit der Uhr. Das größte Risiko bei allen Schlagwerksuhren besteht im Rückwärtsdrehen der Zeiger während ihrer akustischen Aktivität. Diesen größten anzunehmenden Unfall haben die Konstrukteure durch eine intelligente Zeiteinstellung ausgeschlossen. Hier wird die Uhr nämlich nicht durch die Krone gestellt, sondern über einen Drückermechanismus, welcher immer nur ein Vorwärts-, niemals jedoch das gefährliche Rückwärtsstellen gestattet.
Diese geniale Lösung eines grundsätzlichen Problems passt vorzüglich zur konstruktiven Auslegung der aufwändigen Schlagwerks-Kadratur. Um Funktionen wie den Stunden- und Viertelstunden-Selbstschlag, den vollständigen Westminsterschlag auf vier Tonfedern sowie eine Minutenrepetition derart kompakt in einem Uhrwerk vereinigen zu können, musste man von der üblichen horizontalen Anordnung aller Komponenten Abstand nehmen.
Stattdessen begannen die Konstrukteure ihre Arbeit mit dem Neuentwurf des Schlagwerk- Gehirns. Alle Abläufe sind in einem konzentrischen, insgesamt 5,15 Millimeter hohen Turm mechanisch gespeichert. Wegen seines extrem komplizierten Aufbaus nennen die Uhrmacher ihn intern den teuflischen Turm. Je eine der in sich frei beweglichen Etagen ist für die akustische Darstellung der Stunden, Viertelstunden und Minuten verantwortlich. Die Stundenschnecke besitzt zwölf Stufen. Der Viertelstundenblock wurde mit verschiedenen Ebenen für die unterschiedlichen Melodien des Westminsterschlags angelegt. Und die 15 Minuten der Minutenschnecke, die sich einmal pro Viertelstunde um ihre Achse dreht, werden durch 15 kleine Stufen dargestellt. Aufgrund der durchdachten Bauweise ist alles leicht einstellbar. Um dieses ausgeklügelte Gedächtnis herum entwarfen die Techniker all das, was der kostbaren Zeit die passenden Töne verleiht.
Effizient: Der Auslösemechanismus
Das Herz des Schlagwerks bildet der turmförmig gestaltete Auslösemechanismus. Die Rechen zum Heben der kleinen Hämmerchen, welche die Tonfedern kurz und kraftvoll anschlagen, sind konsequenterweise übereinander angeordnet. In herkömmlichen Konstruktionen benötigen sie 90 Prozent der zugeführten Energie für ihre Funktion. Nur die restlichen 10 Prozent stehen für das Erzeugen des Klanges zur Verfügung. Ganz anders das Trébuchet-System der Hybris Mechanica à Grande Sonnerie. Hier musste abermals das überlieferte einem völlig neuen Konzept weichen. Kleine Spiralfedern lassen das bewegliche vordere Ende der zweiachsigen Hämmerchen kurz, präzise und dynamisch gegen die Tonfedern schnellen, vergleichbar mit einer mittelalterlichen Schleuder. Dieser geniale Mechanismus hat einen Kraftverlust von lediglich 20 Prozent, stattliche 80 Prozent der Energie werden für die Klangbildung verwendet. Diese günstige Relation trägt erheblich zur hohen Gangautonomie des Schlagwerksmechanismus mit seinem eigenen Federhaus bei.
Im Gegensatz zu den üblichen Minutenrepetitionen, bei denen die Betätigung eines kleinen Schiebers im Gehäuserand das zum einmaligen Schlagen nötige Energiereservoir erzeugt, genügt bei der Hybris Mechanica à Grande Sonnerie ein sanfter Knopfdruck zum Auslösen der Repetition. Auch auf die üblichen Exzenter zur Feinregulierung des Hammer-Anschlags konnte verzichtet werden. Diese zukunftsweisende Konstruktion macht individuelles Einstellen durch den Uhrmacher entbehrlich, denn sie gewährleistet von vorn herein optimale Werte.
Neben den Hämmerchen stellen die vier Tonfedern wichtige Komponenten für beeindruckende Klangwelten dar. Sie sind das Resultat langer, aufwändiger Forschungsarbeiten und werden in
einem Stück aus einer neuen Metall-Legierung mit geheimer Zusammensetzung gearbeitet. Im Gegensatz zu den klassischen, runden Vorbildern haben sie einen eckigen Querschnitt und werden mit zunehmender Entfernung vom Montageblock immer breiter. Ihre Tonhöhe kann individuell angepasst werden. Kleine Distanzblöcke verhindern gegenseitiges Berühren.
Intensive Recherchen haben ferner ergeben, dass die Klangqualität von einer möglichst festen Verbindung der Tonfedern mit ihrem Träger abhängt. Stahlschrauben vertragen nur begrenzte Belastung, deshalb bestehen die Tonfederschrauben des Kalibers 182 aus Titan, wie es sich schon bei Klavieren bestens bewährt hat. Mit ihren Vierkant-Köpfen gestatten sie ein fünfmal höheres Drehmoment beim Befestigen.


Phänomenal: Die Tonentwicklung
Eine bereits bewährte Klangentwicklung der Manufaktur ist der sogenannte Crystal Gong, die patentierte Kopplung der Tonfedern mit dem bombierten Saphirglas. Letztere wird an den Berührungspunkten mit einer Metallschicht bedampft. Dort werden die Tonfedern mit dem Glas verlötet. Zum Einsetzen des Saphirglases erwärmen die Uhrmacher das Gehäuse. Das Weißgold dehnt sich aus und gewährleistet nach dem Abkühlen einen perfekten, form- und kraftschlüssigen Sitz, womit die Uhr wasserdicht wird und der Klang der Sonnerie nicht durch Dichtungen gedämpft wird.
Die erforderliche Energie für das kraftvolle Anschlagen der vier Tonfedern über die Dauer von einem halben Tag hinweg erhält das Schlagwerk über die Krone. In einer Drehrichtung spannt sie seine Zugfeder, in der anderen versorgt sie das Uhrwerk mit der nötigen Energie. Diese doppelte Kronenfunktion hat ein Uhrmacher aus dem Vallée de Joux erfunden. Nach sechs Stunden schaltet das große Schlagwerk selbsttätig ab. Auf diese Weise bleibt in jedem Fall genügend Gangreserve zur Auslösung der Minutenrepetition, die über einen Drücker in der Krone erfolgt.
Vielfältig: Die Klang-Funktionen
Der Drücker bei 4 Uhr hilft beim Einstellen des Schlagwerks und bietet folgende Wahlmöglichkeiten: Grande Sonnerie (volles Klangspektrum), Petite Sonnerie (nur Stundenschlag) und Stille. Den jeweiligen Schaltzustand indiziert eine Zifferblattanzeige mit den Buchstanden G(rande), P(etite) und S(ilence).
Im Werk taktet der Sonnerie-Mechanismus die Zeit, Stunden- und Minutenzeiger folgen den Umdrehungen des teuflischen Turms. Dadurch ist der unbedingte Synchronismus zwischen Zeit und Glockenschlag immer gewährleistet. Die springende Stunde selbst wird – nur vorwärts – durch einen Drücker bei 2 Uhr eingestellt. Die Minuten werden durch den zweiten Drücker bei zwei und einem bei vier Uhr verstellt. Signalisiert die Sonnerie-Anzeige „G“ oder „P“, ist der Einstellmechanismus für die Uhrzeit aus Sicherheitsgründen entkoppelt. Desgleichen verlangt das Auslösen der Minutenrepetition ein vorheriges Umschalten der Sonnerie auf „S“.
Ohne einen Regler für den gleichförmigen Ablauf des Schlagwerks kommt auch die Hybris Mechanica à Grande Sonnerie nicht aus. Während herkömmliche Mechanismen hierzu einen kleinen Anker verwenden, der seiner Arbeit deutlich hörbar nachkommt, nutzt Jaeger-LeCoultre einen Fliehkraftregler mit zwei beweglichen Platin-Flügeln, die sich linear vom Zentrum wegbewegen. Er rotiert absolut lautlos und kommt so den hohen klanglichen Qualitäten des Schlagwerks akustisch nicht in die Quere.

Weitere Komplikationen: Fliegendes Tourbillon und Ewiger Kalender
Komplikation Nummer zwei ist ein fliegendes Tourbillon mit ultraleichtem Titan-Käfig. Es besitzt einen Durchmesser von 12,42 und eine Höhe von 3,85 Millimetern, besteht aus 67 Teilen und bewegt sich auf der Uhrwerkrückseite fliegend, also ohne vordere Lagebrücke, gelagert auf abnützungsfreien Keramikkugeln. Dank der 10 Millimeter großen Unruh mit variablem Drehmoment kann sich die Breguetspirale des Schwingsystems völlig frei entfalten. Zur Einteilung der Zeit oszilliert das hoch präzise Ensemble mit vier Hertz, also 28.800 Halbschwingungen pro Stunde.
Das Ewige Kalendarium bildet die dritte Zusatzfunktion der einzigartigen Hybris Mechanica à Grande Sonnerie. Es wurde nach dem Julianischen Kalenderedikt konzipiert und bedarf bis Ende Februar 2100 keiner Korrektur. Die Darstellung von Datum, Wochentag und Monat erfolgt mit Hilfe retrograder Zeiger, die blitzschnell in ihre Ausgangsposition zurückspringen, wenn sie am Ende der zugehörigen Skala angekommen sind. Der Kalender kann über Drücker eingestellt werden, die zwischen den beiden Bandanstößen bei 12 Uhr versteckt sind.
Unentbehrliches Wissen rund um die Energieversorgung bieten schließlich zwei gleichartig aufgebaute und mit sphärischen Differenzialgetrieben ausgestattete Gangreserveanzeigen mit Anzeigen bei 12 beziehungsweise bei 6 Uhr. Beim Schlagwerk reicht die Skala bis 12, beim Gehwerk bis 50 Stunden.
Der gesamte Mikrokosmos, dessen aufwändige Neusilberplatine ganze 130 Bohrungen besitzt, findet Platz in einem nur 44 Millimeter großen und 15 Millimeter hohen Weißgold-Gehäuse. Dieses Material gewährleistet einen dezenten Auftritt und außergewöhnliche akustische Brillanz.
Das Grundprinzip der „Duomètre“ -Linie, zu der die Hybris Mechanica à Grande Sonnerie gehört, haben die Designer von Jaeger-LeCoultre konsequent fortgesetzt: Alle Indikationen heben sich entsprechend ihrer Zugehörigkeit farblich voneinander ab. Links im Zifferblatt findet sich zudem ein großes Fenster, durch das man die funktionalen Abläufe des Schlagwerks in allen Details beobachten kann. Die ebenfalls völlig neu gestaltete Weißgold-Schließe gestattet das millimetergenaue Justieren des Lederbands und bleibt dennoch so flach wie eine Faltschließe normaler Bauart.
Zweiter Akt der Trilogie: Die Hybris Mechanica à Gyrotourbillon
Das faszinierende Gyrotourbillon I debütierte im Jahre 2004. Beim exklusiven, aus rund 679 Komponenten bestehenden Kaliber 177 rückte Jaeger-LeCoultre die Dreidimensionalität der Unruh-Rotationen ins Zentrum uhrmacherischer Schaffenskraft. Sie schaffte jene Unzulänglichkeiten aus der Welt, welche üblichen Drehgang-Mechanismen naturgemäß zu Eigen sind. Zu diesem Zweck besitzt die Hybris Mechanica à Gyrotourbillon, als Neuauflage dieser wegweisenden Uhr gleich zwei Käfige. Der äußere rotiert in sechzig Sekunden um die eigene Achse. Das innen liegende Drehgestell mit Unruh, Unruhspirale und Hemmung dreht sich innerhalb von 24 Sekunden um sich selbst. Insgesamt besteht der Gyrotourbillon-Mechanismus aus 90 Teilen, die zusammen nur 0,33 Gramm auf die Waage bringen. Ohne die Verwendung von Aluminium und Titan wäre solch ein Superlativ unerreichbar. Die Unruh mit variablem Trägheitsmoment besteht aus 14-karätigem Gold. Die Sekunden werden durch einen kleinen, am äußeren Alu-Korpus befestigten Zeiger angezeigt. Zwei Federhäuser bewirken mehr als 8 Tage Gangautonomie, eine Gangreserveindikation zeigt die verstrichene Zeit an. Zum Komplikationenspektrum der Hybris Mechanica à Gyrotourbillon gehören ferner ein Ewiges Kalendarium mit vier retrograden Zeigern und die Anzeige der wahren Sonnenzeit. Letztere justiert Jaeger-LeCoultre auf die geographischen Wohnort-Koordinaten des künftigen Besitzers.
Dritter Akt der Trilogie: Die Hybris Mechanica à Triptyque
2006 erhielt die Reverso von Jaeger-LeCoultre anlässlich ihres 75. Geburtstags mit der Reverso Grande Complication à Triptyque ein drittes Zifferblatt. Ihre Weiterentwicklung, die Hybris Mechanica à Triptyque, zeigt auf der Vorderseite im Wendegehäuse die bürgerliche Zeit, auf der Rückseite die Sternzeit, den Sternenhimmel, die Tierkreiszeichen, die Zeitgleichung sowie die Zeiten des Sonnenauf- und –untergangs, jeweils individuell berechnet für den Wohnort des künftigen Besitzers. In der Bodenplatte, dem dritten Zifferblatt, zeigt die Uhr ein ewiges Kalendarium. Insgesamt verfügt das Handaufzugswerk 175 über 19 verschiedene Komplikationen und bislang einmalige konstruktive Details. Etwa das Tourbillon, in dessen Zentrum die „Isometer-Hemmung“ mit Wippe für die Einteilung der Schwingungen verantwortlich ist. Seine Konstruktion und die Materialwahl, auch das moderne Silizium kommt hier zum Einsatz, machen Öl überflüssig und sorgen für akkurate Gangwerte. Die Schnittstelle zwischen den Gehäuseteilen verkörpert ein patentierter Hebelmechanismus. Fünf Patente sind für die 17,9 mm hohe Weißgold-Armbanduhr angemeldet.



Exklusive Verpackung
Dreißig Mal wird es die Uhrentrilogie Hybris Mechanica 55 geben. Sie werden von 2009 bis 2014 gebaut und die erste Auslieferung erfolgt im September 2010. Ebenso einzigartig wie die Uhrentrilogie selbst ist ihre optional erhältliche Verpackung. Nicht weniger als 1200 Kilogramm bringt sie auf die Waage, so dass Unbefugte sich unter keinen Umständen der tickenden Kleinodien bemächtigen können. Gemeint ist ein Edeltresor deutscher Provenienz in den Dimensionen 100 mal 150 Zentimeter, von Hand mit Leder oder Alcantara bezogen. Im Inneren finden sich drei Schubladen mit elektronisch gesteuerten Systemen, welche die Handaufzugswerke der Hybris Mechanica à Sonnerie, der Hybris Mechanica à Gyrotourbillon und der Hybris Mechanica à Tryptique regelmäßig mit Energie versorgen.
Ein Kondensator- Verstärkersystem überträgt das Schlagen der Sonnerie – falls gewünscht – selbst bei geschlossenen Türen nach außen. Auf diese Weise bringt Jaeger-LeCoultre Sicherheit auf intelligente Weise in Einklang mit dem akustischem Erlebnis. Wer tickende Kunstwerke wie diese sein Eigen nennt, besitzt in der Regel noch weitere Armbanduhren. Insgesamt acht davon finden links und rechts auf den Uhrenbewegern Platz, weitere in den Schubladen.
Mechanische Kompetenz seit 1833
Ohne geniale Techniker, Mechaniker und Uhrmacher wäre das Schlagen der Uhrzeit aus der Tasche oder gar vom Handgelenk immer ein Wunschtraum jener Menschen geblieben, die das Besondere zum Maß ihrer hohen Ansprüche machen.
Ganz entscheidende Verdienste um die dazu erforderliche Miniaturisierung der Schlagwerksmechanismen haben sich zweifellos die ambitionierten Uhrentüftler im abgeschiedenen Vallée de Joux erworben. In zäher Kleinarbeit gelang es ihnen, die Größe der Werke ohne Einbußen an Funktionalität und Klang auf ein absolutes Minimum zu reduzieren. Antoine LeCoultre und seine Nachfahren gehörten zu diesen Pionieren. Im Laufe ihrer langen Geschichte, welche 1833 in Le Sentier ihren Anfang nahm, entwickelte die Manufaktur Jaeger- LeCoultre mehr als 200 verschiedene Kaliber mit unterschiedlichsten akustischen Funktionen. Davon wiederum profitierte eine Vielzahl namhafter Uhrenmarken, die ihren feinen Zeitmessern mit entsprechendem Innenleben aus dem Jouxtal eine deutlich vernehmbare Stimme verliehen.
Doch damit nicht genug. Für Jaeger-LeCoultre steckte schon immer der Himmel die Grenzen des uhrmacherischen Schaffens. Mechanische Limits zu überwinden schreckt die Mitarbeiter der
Manufaktur Jaeger-LeCoultre in keiner Weise. Im Gegenteil: Sie fordern es geradezu heraus, sich immer wieder aufs Neue zu beweisen und die Möglichkeiten uhrmacherischer Schaffenskraft neu zu definieren.
Hybris Mechanica 55, Technische Merkmale
Hybris Mechanica à Grande Sonnerie Uhrwerk: Kaliber Jaeger-LeCoultre 182 Durchmesser: 37 mm
Höhe: 10,42 mm Komponenten: 1300 Federhäuser: 2 Gangreserve: Gehwerk 50 Stunden, Schlagwerk12 Stunden
Anzeigen:
Springende Stunden Minuten Westminster Carillon, 4 « Crystal Gong » Betriebsarten: « Grande Sonnerie », « Petite Sonnerie », « Silence » durch einen Drücker bei 4 eingestellt
Minutenrepetition (mit Drücker)
Fliegendes Tourbillon:
Unruh: mit 4 Regulierschrauben aus 14-Karat Gold Spirale: Qualität Nivarox I, freischwingend, mit Breguet-Krümmung Unruhfrequenz: 28'800 Halbschwingend pro Stunde (4) Durchmesser: 12,42 mm Höhe: 3,85 mm Komponenten: 67 Stoßsicherungen: 2 Springendes Ewiges-Kalendarium, rückspringende Anzeigen des Tages, Monates und Datum, Schaltjahranzeige Fliehkraftregler Gangreserve für Schlagwerk Gangreserve für Gehwerk Einstellung der springenden Stunden durch einen Drücker bei 2 Uhr Einstellung der Minuten durch den zweiten Drücker bei 2 und einen bei 4 Uhr.
Gehäuse:
Weißgold Durchmesser : 44 mm Höhe 15 mm Saphiruhrglas inbegriffen
Armband:
Handgenähtes Alligatorleder mit Faltschließe aus Weißgold
Hybris Mechanica à Gyrotourbillon Uhrwerk: Kaliber Jaeger-LeCoultre 177 Durchmesser: 36,3 mm
Höhe: 10,85 mm Komponenten: 679 Lagersteine: 77 Federhäuser: 2, mit Saphirglasdeckel und -boden Gangreserve: 8 Tage
Sphärisches Tourbillon:
Unruh: mit 6 Reguliergewichten aus 14-Karat Gold Spirale: Qualität Nivarox I, freischwingend, mit Breguet-Krümmung Unruhfrequenz: 21'600 Halbschwingend pro Stunde (3 Hz) Durchmesser: 13,86 mm Gewicht: 0,336 Gramm Komponenten: 112 Drehgeschwindigkeit der Käfigen: aussen 1/minute, innen2,5/minute Stoßsicherungen: 6
Anzeigen:
Stunde, Minute und Sekunde Gangreserve Mitlaufende Zeitgleichung (wahre Sonnenzeit) Ewiger Kalender mit: Datumanzeige mit zwei rückspringenden Zeigern (vom 1. bis 16. bzw. vom 16. bis 28., 29., 30. oder 31. des Monats), Rückspringender Monatsanzeige Rückspringender Schaltjahranzeige auf der Rückseite der Uhr
Gehäuse:
Weißgold Durchmesser 43 mm Höhe 14,9 mm, Saphiruhrglas inbegriffen
Armband:
Handgenähtes Alligatorleder mit Faltschließe aus Weißgold
Hybris Mechanica à Triptyque Uhrwerk Kaliber Jaeger-LeCoultre 175 Komponenten: 642 Werkgrösse: 35,8 x 34,6 x 7,5 mm Höhe: 7,50 mm
Lagersteine:79 Federhäuser: 2, mit Saphirglasdeckel und -boden
Tourbillon mit Ellipsen-Isometerhemmung Unruh: mit 4 Regulierschrauben aus 14-Karat Gold Spirale: Qualität Nivarox I, freischwingend Unruhfrequenz: 21'600 Halbschwingend pro Stunde (3 Hz)
Anzeigen:
Funktionsanzahl: 19 Gangreserve: Uhrwerk 48 Stunden, Kalenderwerk: 3 Tage Sternzeit Tierkreiskalender Zeitgleichung Sonnenaufgangs- und -untergangszeit Ewiger Kalender Springende Anzeige des ewigen Kalenders Wochentag Retrograde Datumsanzeige Datum Monat Jahr (inklusive Schaltjahreszyklus) Mondalter und -phasen
Gehäuse:
Weißgold, 37,7 x 55 mm, Höhe 17,9 mm,
Armband:
Handgenähtes Alligatorleder mit Faltschließe aus Weißgold






